Alles rausholen

Dank der neuen Aufbereitungsanlage in Pöchlarn können noch mehr Kunststoffe im Wertstoff-Kreislauf gehalten werden.

Wenn Kunststoffverpackungen zu stark verschmutzt oder zu klein sind bzw. aus unterschiedlichen chemischen Stoffen bestehen, dann mussten diese bisher, nachdem sie getrennt gesammelt wurden, wieder aussortiert werden und konnten nur mehr als Ersatzbrennstoff eingesetzt werden. Das wird sich nun ändern.

Kategorie: Sonstiges

Die ARA und die SRP Sekundär Rohstoff Produktion GmbH haben kürzlich unter dem Namen Upcycle in Pöchlarn Österreichs erste Polyolefin-Aufbereitungsanlage eröffnet, die neue Maßstäbe in Sachen Kreislaufwirtschaft setzt. Die Anlage ermöglicht es, die dort verarbeiteten Sortierreste als wertvolle Sekundärrohstoffe im Kreislauf zu führen. Der Großteil der bei Upcycle verarbeiteten Kunststoffreste kommt von der Hightech-Kunststoffsortieranlage TriPlast in Ennshafen, die die ARA mit Bernegger und Der Grüne Punkt betreibt und die eine in Österreich einzigartige Sortiertiefe von 80% erreicht. Jene 20%, die übrig bleiben, also hier nicht verarbeitet werden können, gehen zu Upcycle, wo daraus bis zu 50% der Wertstoffe zurückgewonnen werden. Das Ergebnis sind hochwertige Polyolefin-Rezyklate zur Weiterverarbeitung durch die Industrie.

KREISLAUF GESCHLOSSEN. „Es ist von zentraler Bedeutung, Rohstoffe so lange wie möglich im Kreislauf zu halten und damit gleichzeitig die ambitionierten EU-Recyclingziele bei Kunststoffverpackungen zu erreichen. Upcycle leistet dazu mit neuer Technologie einen wichtigen Beitrag. Dabei ergänzen sich mechanische und chemische Recyclingverfahren für einen geschlossenen Kreislauf und liefern so zusätzliche Rezyklate, die sonst verloren gehen würden“, so ARA Vorstand Thomas Eck.