Österreich ist in vielerlei Hinsicht speziell. Auch in Sachen Land- und Milchwirtschaft unterscheiden wir uns von vielen anderen Ländern. Wo Milchkühe leben und arbeiten, geht es hierzulande üblicherweise deutlich beschaulicher zu als anderswo, was nicht zuletzt mit der deutlich geringeren Betriebsgröße und somit auch einem persönlicheren Verhältnis zu den Tieren zu tun hat. Bei der Berglandmilch weist man nun auf eine weitere Besonderheit hin, die für „Schärdinger“, „Tirol Milch“ und „Stainzer“ praktiziert wird: So werden Kälber, die Milch für die genannten Marken liefern, mit echter Kuhmilch aufgezogen. Das ist deshalb betonenswert, da insbesondere in den deutlich größer strukturierten Milchviehbeständen in unseren Nachbarländern sog. Milchaustauschpulver als Kälbernahrung gängig sind. Was steckt dahinter? Milchreststoffe und günstigeres Pflanzenfett werden vertrocknet, vermengt und mit Wasser verdünnt. Das Ergebnis: eine günstige „Milchalternative“.
Alternativ(en)los
Dass eine Molkerei betont, auf echte Milch zu setzen, mag so manchen im ersten Moment erstaunen. Doch wenn es um die Kälberaufzucht geht, dann ist das gar nicht so selbstverständlich, wie es scheint.
Kategorie: Stories