PRODUKT: Unser Heftthema lautet: „Achtsam – Was ist drin?“. Die bessere Frage bei Backwaren sollte jedoch wohl eher lauten – was sollte nicht drin sein… oder?
Tomanek: Richtig, hochwertiges Brot kommt mit wenigen, ausgewählten Zutaten aus. Künstliche Farb- oder Aromastoffe, Geschmacksverstärker oder unnötige Zusatzstoffe sind für Qualität und Geschmack nicht erforderlich. Dennoch sehen manche Verbraucher:innen insbesondere Brot aus dem Supermarkt pauschal kritisch. Dabei wird oft übersehen, dass hier verantwortungsvoll arbeitende Betriebe mit klaren Rezepturen, hohen Qualitätsstandards und transparenter Deklaration produzieren. Kontinuierliche Überprüfungen, anerkannte Gütesiegel und strenge Vorgaben stellen eine hochwertige, transparente Herstellung sicher. Achtsamkeit bedeutet daher, Zutatenlisten bewusst zu lesen, Herstellungsprozesse zu verstehen und Qualität nicht vorschnell nach dem Vertriebsweg zu beurteilen.
PRODUKT: Welche Herausforderungen bringen „saubere Rezepturen“ in einer Bäckerei mit sich?
Tomanek: Saubere Rezepturen stellen hohe Anforderungen an die Produktion. Der sorgfältigen Arbeit der Mitarbeiter:innen kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. Sie stellen Prozesse und Produktionsanlagen exakt ein, beurteilen die Qualität der Rohstoffe und verantworten jeden einzelnen Produktionsschritt. Höchste Hygienestandards, präzise Abläufe und ein ausgeprägtes Qualitätsbewusstsein sind dafür unerlässlich. Ebenso wichtig ist die konstante Qualität der Zutaten, da natürliche Rohstoffe Schwankungen aufweisen können, die ausgeglichen werden müssen. Saubere Rezepturen entstehen also im Zusammenspiel von hochwertigen Rohstoffen, moderner Technik und engagierten Mitarbeiter:innen.
PRODUKT: Palmöl als Frittierfett für Krapfen haben Sie schon vor längerem verbannt. Warum?
Tomanek: Als größter Krapfen-Produzent Österreichs tragen wir eine besondere Verantwortung für Qualität und Nachhaltigkeit. Die Entscheidung, Palmöl zu ersetzen, war eine bewusste Qualitätsentscheidung, schon lange bevor die Diskussionen bezüglich Umweltverträglichkeit und Lieferketten aufkamen. Die Umstellung dauerte etwa zwei Jahre und war mit einem hohen Aufwand verbunden. Von der Anlieferung, der Lagerung, den Frittier-Prozessen, der Produktstabilität und – am wichtigsten – bis zum Geschmack, musste alles völlig neu abgestimmt werden. Das hat sich gelohnt, da es unsere Qualitätsphilosophie konsequent widerspiegelt. Seit diesem Jahr dürfen unsere Krapfen das AMA-Gütesiegel tragen und schneiden bei sämtlichen Bewertungen immer ausgezeichnet ab.
PRODUKT: Und was genau garantiert das AMA-Gütesiegel beim „Kuchen-Peter Marille Krapfen“?
Tomanek: Die AMA-Zertifizierung ist für uns seit Jahrzehnten ein wichtiger Bestandteil der Qualitätsstrategie. Beim „Kuchen-Peter Marille Krapfen“ garantiert das Gütesiegel u.a. die nachvollziehbare Herkunft zentraler Rohstoffe, definierte Rezepturvorgaben sowie kontrollierte Produktionsprozesse. Damit bietet das Gütesiegel Sicherheit und schafft Vertrauen in Qualität, Herkunft und Verlässlichkeit des Produkts.
PRODUKT: Welchen Stellenwert haben saubere Rezepturen bei Kuchen-Peter generell?
Tomanek: Der bewusste Umgang mit Zutaten hat bei uns seit jeher einen hohen Stellenwert. Unser Anspruch ist es, Rezepturen laufend weiterzuentwickeln, immer mit dem Fokus auf Qualität, Sicherheit und Genuss. Dabei geht es nicht um kurzfristige Trends, sondern um verantwortungsvolle, langfristige Entscheidungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Maßgeblich dafür ist unser Grundsatz: „Im Vordergrund all unseres Tuns steht immer, die Qualität unserer Produkte zum Vorteil unserer Kund:innen zu verbessern!“


