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Rupp hat seinen beiden großen Marken ein Facelifting gegönnt – wir haben nachgefragt, was die Hintergründe und Ziele für die Relaunches waren und wie sich die neuen Auftritte in den Verkaufszahlen niederschlagen.

Kategorie: Food

Mit „Rupp“ und „Alma“ finden sich zwei starke Marken mit viel Tradition unter dem Dach des Vorarlberger Unternehmens. In ihrer Positionierung sind die beiden klar getrennt. „Rupp“ steht, so Daniel Marte, CCO Retail Europe, „für moderne, alltagstaugliche Käselösungen, einfache Anwendung und ‚beschte Genussmomente in jeder Situation‘ – ganz im Sinne von ‚S’beschte Ecke vom Käs‘.“ Mit „Alma“ hingegen verbindet man „österreichische Käsekultur, Herkunft aus Vorarlberg, Tradition, Handwerk und Premiumanspruch“, so Marte. Überschneidungen gibt es beim Eckerlkäs, doch da hier beide Marken eine gute Performance liefern, werden diese bewusst beibehalten. Beiden Brands hat man vor Kurzem einen Relaunch gegönnt. So tritt „Rupp“ seit einigen Monaten optisch und kommunikativ deutlich geschärft auf. „Wir setzen dabei auf ein starkes rotes Markendach und rücken den Claim ‚S’beschte Eck vom Käs’ konsequent in den Mittelpunkt. Ziel war es, die Wiedererkennbarkeit und den Impact im Regal zu erhöhen, die Marke klarer vom Wettbewerbsumfeld zu differenzieren und sie wieder stärker im Alltag der Konsument:innen zu verankern“, erläutert Marte. Und das dürfte gelungen sein: Man freut sich seitdem über eine sehr positive Absatzentwicklung. Die „Feinster Streich“-Becher stechen dabei mit einem Volumenwachstum von knapp 10% hervor, bei „Mini Muuh“ lagen die Mengenzuwächse sogar bei über 30% (NielsenIQ, LEH ohne Hofer/Lidl, 2025). Dies liegt natürlich nicht zuletzt an der werblichen Unterstützung, die man der Marke angedeihen lässt. Derzeit läuft etwa eine große, österreichweite Plakat- und Digital-Kampagne. Für August und September ist eine erneute Umsetzung der erfolgreichen „Mini Muuh“-Onpack-Promotion geplant und für den Herbst stehen eine PoS-Aktivierung sowie Plakatkampagne für die „Feinster Streich“-Range auf dem Plan.

GESCHÄ(R)FT. Auch bei „Alma“ wurde kürzlich wieder an einigen Schrauben gedreht. Marte: „Wir haben die Positionierung nochmals geschärft und den Markenauftritt umfassend weiterentwickelt. Im Mittelpunkt steht dabei die ‚Alma‘-Sennerin, eine der ältesten Markenfiguren der österreichischen Milchwirtschaft, die seit über 100 Jahren für ‚Alma‘ im Einsatz ist. Sie wird im neuen Auftritt konsequent und konsistent als Schlüsselbild über die Schmelz- und Naturkäsespezialitäten hinweg eingesetzt und schafft damit eine klare gemeinsame Klammer für die Marke.“ Zudem soll der neue Auftritt für ein hochwertiges, klares Erscheinungsbild am PoS sorgen und den Premiumanspruch der Marke unterstreichen. Bei den Naturkäse-Leitprodukten „Vorarlberger Bergkäse g.U.“ und „Vorarlberger Alpkäse g.U.“ kommt dafür ein besonders hochwertiges Packaging-Konzept zum Einsatz – inkl. optischen Prägeeffekten sowie goldener Heißfolienprägung. Die Verkäufe entwickeln sich auch bei „Alma“ gut, wie Daniel Marte berichtet: „‚Alma‘ hat sich zuletzt im Schmelzkäsebereich sehr stark entwickelt und zählt gemeinsam mit ‚Rupp‘ zu den einzigen großen Marken in Österreich, die im vergangenen Jahr sowohl beim Umsatz als auch beim Absatz gewachsen sind. Besonders stark ist ‚Alma‘ im Eckerl-Segment: Alle ‚Alma‘-Eckerl zusammen halten im klassischen österreichischen Einzelhandel ohne Diskont einen wertmäßigen Marktanteil von über 38%. ‚Alma Rahm‘ ist als Einzelartikel mit einem wertmäßigen Marktanteil von über 20% das mit Abstand stärkste Produkt in diesem Segment – damit wird jeder fünfte Euro, der in diesem Bereich ausgegeben wird, für ‚Alma Rahm‘ ausgegeben.“ Herausfordernder gestaltet sich das Naturkäsesegment. Die Preise für die aufwändige Herstellung der ‚Alma‘-Spezialitäten sind im Handel schwierig durchzusetzen, weshalb man verstärkt auf den Export setzt. Werblich gibt’s natürlich auch für „Alma“ kräftige Unterstützung, z.B. durch reichweitenstarke Kommunikationsmaßnahmen via Plakat und online im Herbst.

STABIL. Insgesamt performt Rupp Austria im anspruchsvollen Marktumfeld stabil. Marte: „Als eines der führenden Käseunternehmen Europas profitieren wir von unserer breiten Kompetenz bei Schmelz- und Naturkäselösungen, einer Exportquote von rund 95% sowie unserer starken Rolle als Partner für Handel, Foodservice und Industrie.“ Auf die angespannte Kostensituation reagiert man mit Maßnahmen zur Energieeinsparung und Effizienzsteigerung, Investitionen in moderne Anlagen und laufende Prozessoptimierung.