Neben Henkel werden auch das Sacher und das US-Pharma-Unternehmen Eli Lilly heuer eineinhalb Jahrhunderte alt. Und so trafen in der Henkel-Zentrale in Wien Erdberg deren Vertreter:innen Birgit Rechberger-Krammer (Präsidentin Henkel Österreich), Mario Haller (GF Eli Lilly Österreich) und Matthias Winkler (CEO Sachergruppe) aufeinander, um sich auf großer Bühne, moderiert von Birgit Fenderl, auszutauschen. Bevor die Diskutant:innen ans Werk gingen, lieferte ihnen Joachim Scholtyseck, Geschichtsprofessor an der Universität Bonn, zahlreiche Impulse, denn er berichtete aus seinem Buch „Henkel – Vom Waschmittelhersteller zum Weltunternehmen“. Schon dabei wurde klar, dass eine Ingredienz des Erfolgsrezeptes für Unternehmen ist, immer offen zu sein für Veränderungen und klug diversifiziert aufgestellt zu sein. Mario Haller, Eli Lilly: „Ein Unternehmen muss sich immer wieder neu erfinden, sich kontinuierlich weiterentwickeln und darf nicht zum Museum werden“. Auch im Sacher ist zwar vieles, aber bei weitem nicht alles, an der Tradition ausgerichtet. Matthias Winkler: „Wir haben Respekt für die Vergangenheit, Begeisterung für die Zukunft und bauen auf Start-up-Mentalität.“ Und auch bei Henkel setzt man auf dynamische Weiterentwicklung, wie Birgit Rechberger-Krammer ausführte: „Wir müssen uns laufend verändern. Als Unternehmen, aber auch im Markenbereich: ‚Persil‘ bleibt ‚Persil‘, weil ‚Persil‘ nicht ‚Persil‘ bleibt.“ Dabei sollte man sich auch von Schwierigkeiten nicht aus der Bahn werfen lassen, wie Matthias Winkler, Sacher, mittels eines Zitats von Stefan Zweig empfahl: „Jede Krise ist ein Geschenk des Schicksals an den schaffenden Menschen.“
WIRKT. Anlässlich des runden Geburtstags erhielt PRODUKT außerdem einen Einblick in die Produktion der Wasch- und Reinigungsmittel in Wien Erdberg. Der Standort punktet mit zentraler Lage und stellt eine der modernsten Henkel-Produktionsstätten Europas dar. 190.000t Flüssigprodukte wurden hier zuletzt hergestellt. Im Rahmen unserer Werksführung erfuhren wir von den R&D-Verantwortlichen außerdem Spannendes über die Wirkungsweisen der Henkel-Innovationen, sowohl im Bereich Wasch- und Reinigungsmittel als auch Kosmetik. So kommt beispielsweise bei „Glem Vital“ nun Vitamin B5, auch bekannt als Panthenol, zum Einsatz, das das Haar optimal pflegen und stärken soll, wie Sven Kuhnert, R&D Implementation & Regulatory Specialist, erläuterte. Dass die „HaptiQ“-Technologie, die bei „Gliss“ im Einsatz ist, das Haar stärkt, demonstrierte Kuhnert eindrucksvoll anhand eines Wattestrangs, der entsprechend eingesprüht deutlich mehr Gewicht tragen konnte als unbehandelt. Auch von den neuen „taft Good Hair“-Produkten durften wir uns überzeugen. Dahinter steckt ein Hybrid-Produkt aus mildem Trockenshampoo und Haarparfum, das zwischendurch die Haare auffrischen soll. Weiter ging’s in der Wirkungsbeweisführung mit einem Blick unters Mikroskop nach einer kurzen Handwäsche mit „Persil Tiefenrein“ sowie einer Demonstration der außerordentlichen Saugfähigkeit von Handtüchern, die mit „Silan“ gepflegt werden. Als „Formel-Revolution“ bezeichnete Theresa Florian, Laundry & Homecare Marketing, die Umstellung, die „Silan“ nun für alle Textilien geeignet macht. Schließlich brachte uns Christoph Giesinger, Laundry & Homecare R&D Experte, noch die Wirkungsweise der „Blue Star Selbst Aktiv“-Technologie näher, bei der spezielle Bio-Inhaltsstoffe für eine kontinuierliche Reinigung auch zwischen den Spülgängen sorgen. „Wir haben die Tools, um mindestens die nächsten 150 Jahre erfolgreich zu sein“, fasst Eva Bartovicova, Head of Marketing & Digital HCB Austria, zusammen.