Dort, wo der Kunde ist

„Anker“ ist mit über 100 Filialen insbes. in Wien täglich sichtbar. Dennoch, auch hier buhlt man natürlich um die Gunst der Kundschaft und investiert in effektives und authentisches Marketing. Tina Schrettner, GF Marketing und Filialbetrieb Ankerbrot, erzählt warum „Dein Anker“ als Werbelinie dabei einfach gut funktioniert.

Kategorie: Food

PRODUKT: Unser Heftthema lautet „Werbung – Marken fallen auf“ – warum ist Werbung gerade in Krisenzeiten besonders wichtig?

Schrettner: Je unsicherer die Zeiten sind, desto bewusster werden Kaufentscheidungen getroffen. Genau dann zeigt sich auch die Kraft einer Marke. Die Menschen greifen dann zu der Marke, die präsent ist, Vertrauen schafft und einen klaren Mehrwert kommuniziert. Neben dem Leistungsversprechen gewinnt auch die Vermittlung von Werten, mit denen sich die Zielgruppe identifizieren kann, zunehmend an Bedeutung. Nicht umsonst gilt daher: Eine starke Marke bietet Sicherheit und Orientierung in ungewissen Zeiten.

PRODUKT: Mit „Dein Anker“ haben Sie 2019 werblich einen neuen Weg eingeschlagen – wie zufrieden sind Sie im Rückblick und warum passt die Kampagne heute so gut wie vor 7 Jahren zum Unternehmen?

Schrettner: Das Bedürfnis nach einem „Anker“ im täglichen Leben ist zeitlos. Was 2019 gegolten hat, gilt auch heute. Wir haben damals begonnen unsere Produkte mit Emotion zu verknüpfen. Wir sind für dich da, zum Beispiel mit unserem hervorragenden Kaffee, „wenn dein Tag einen kleinen Schubs braucht“ oder „wenn nur mehr ein Kipferl“ hilft. Das ist heute alles zumindest genauso relevant wie vor sieben Jahren, vermutlich sogar relevanter.

PRODUKT: Welche Kernelemente muss eine Anker-Werbeaktivität (egal in welchem Medium) immer transportieren?

Schrettner: Wienerisch leicht, oft mit einem kleinen Augenzwinkern, eine klare CI – „Dein Anker“ steht nicht für überinszenierte Werbewelten. Ein zentrales Element ist auch, wie schon gesagt, die emotionale Verankerung im Alltag der Wienerinnen und Wiener. Kurz: „Dein Anker“ ist nahbar, ehrlich, authentisch, wiedererkennbar – und spricht zunehmend ein jüngeres Publikum an.

PRODUKT: Welchen Stellenwert hat Social Media – sowohl hinsichtlich Werbeaktivitäten als auch in der Produktentwicklung?

Schrettner: Wir sind dort werblich präsent, wo sich unsere Kund:innen aufhalten. Dementsprechend hat Social Media auch bei uns eine wachsende Bedeutung. Auch Anregungen für neue Produkte können aus dem Social Media-Bereich kommen. Nicht jeder Trend ist dafür geeignet, aber wir sind hier sehr offen und haben mit den Anker-Filialen auch die Möglichkeit sehr schnell in einen Praxistest zu gehen. Unseren „Japanese Cheesecake Cup“ haben wir zum Beispiel innerhalb von drei Wochen einführungsreif gemacht.

PRODUKT: Kurz zusammengefasst: Wie geht erfolgreiches Marketing 2026?

Schrettner: Marketing 2026 verlangt maximale Agilität und Adaptionsfähigkeit – und zugleich die Stabilität eines Ankers, der den Fokus und die Ausrichtung konsequent sichert.

PRODUKT: Danke für das Gespräch & viel Erfolg in Ihrer neuen Position!