Drehvolutionär

„Dreh und Trink“ als das Kindergetränk schlechthin kennt man. Was viele jedoch nicht wissen, ist, wie und wo die Produkte der Marke hergestellt werden. Wir durften einen Blick hinter die Kulissen machen.

Kategorie: Food

Schon die Anreise ins niederösterreichische Gutenstein ist beschaulich. Die Fahrt geht durch grüne, hügelige Landschaft mit Wiesen und Wäldern, und man ist geneigt sich zu fragen, ob man hier überhaupt richtig sein kann. Die Produktion eines international im großen Stil erfolgreichen Unternehmens vermutet man hier nicht. Tatsächlich war der Produktions-Standort der Klosterquell Hofer GmbH, die hinter der Marke „Dreh und Trink“ steht, einst ein Bauernhof, der in den 70er Jahren zum Produktionsbetrieb umgebaut wurde und bis heute inmitten praktisch unberührter Natur liegt. Im Betrieb gibt es noch Fotos zu sehen, die den jetzigen Eigentümer und Geschäftsführer Kurt Hofer als Kind vor den ehemaligen Landwirtschafts-Gebäuden zeigen. Gegründet wurde das Unternehmen von seinem Vater Kurt Hofer senior im Jahr 1973. Er beschloss die praktisch durch den Kuhstall verlaufende Quelle gewinnbringend zu nutzen. Dass Hofer sen. auch in der Kunststofftechnik bewandert war, war der Grundstein für einen der USPs von „Dreh und Trink“: das auf dem Markt einzigartige Gebinde mit dem namensgebenden Verschluss. Bei Anlagen und Technik hat man viele Anleihen aus der Medizintechnik genommen. Und nachdem man schon in den 70er-Jahren damit seiner Zeit voraus war, wurde die Produktion durch kräftige Investitionen in den letzten Jahren zwar erfolgreich erweitert und modernisiert – im Wesentlichen hat sich die Abfülltechnik dabei aber nicht verändert. Das Behältnis besteht aus Polyethylyen, das 100% recyclebar ist. Die bei der Produktion anfallenden Kunststoff-Reste werden dem In-house-Recycling zugeführt und somit direkt wiederverwertet.

AN DER QUELLE. Nachdem wir die gesamte Produktion und Lagerhallen begutachtet haben, dürfen wir auch noch einen Blick auf die Quelle werfen, aus der das Wasser für die „Dreh und Trink“-Produktion bezogen wird. Und diese liegt tatsächlich nur ein paar Schritte den Berg hinauf entfernt im Wald. Sieben Minuten braucht das Wasser von der Quelle in die Produktionshallen. Wie uns Kurt Hofer berichtet, können insbesondere internationale Geschäftspartner:innen kaum glauben, dass sein Produkt in diesem idyllischen Umfeld hergestellt wird. Und auch in Österreich ist dies wohl eher Insiderwissen, das man nun aber vermehrt mit den Konsument:innen teilen möchte, schließlich hat die Marke wirklich viel zu erzählen.

GALAKTISCH. Aktuell macht man außerdem mit der Einführung der ersten neuen Produktlinie seit 1973 von sich reden: Mit den „Dreh und Trink Creations“ will man, ergänzend zu den ganz Kleinen, auch etwas ältere Kids ansprechen. Die lustig-bunte „Dreh und Trink“-Welt bleibt dabei natürlich ebenso wie das ikonische Gebinde erhalten. Neu sind das Space Design und die Geschmacksrichtungen – „Cosmic Coke“, „Gamma Bears“, „Candy Clouds“ und „Bubble Gum“, die von beliebten Süßigkeiten inspiriert und mit ihrem selbstironischen Charakter genau ins Beuteschema von Teenagern passen. Kurt Hofer kündigt überraschende Geschmackserlebnisse an, „die es in dieser Form noch nicht gegeben hat“. Wie gewohnt gilt, dass auch die „Creations“ nicht als täglicher Durstlöscher, sondern als Belohnung für besondere Momente positioniert werden. Zur Einführung setzt man der Zielgruppe entsprechend auf eine breit angelegte Social-Media-Kampagne mit kreativen Online-Formaten. Aber auch direkt am PoS will man auffallen: mit Displays im Space-Design inkl. Gewinnspielaktionen, die nicht nur Youngsters, sondern auch deren Eltern ansprechen sollen. Erfahrungsgemäß, so Kurt Hofer, kaufen übrigens 20 bis 25% der Erwachsenen „Dreh und Trink“ für sich selbst.