Drei von Zehn

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Die diesjährige Apfelernte ist gut ausgefallen: Nach der sehr schlechten Ernte 2024 dürfen sich Österreichs Apfelbäuer:innen heuer über deutlich bessere Mengen freuen. Dennoch bleibt die Lage angespannt.

Kategorie: Food

Insgesamt wird die bundesweite Erntemenge derzeit auf rund 177.500T geschätzt. Auf europäischer Ebene geht man von 10,5 Mio. T aus, was in etwa der Vorjahresernte entspricht. Auch der Bio-Landbau (rund 25% der Apfel-Anbaufläche in Österreich) darf sich über eine gute Apfel-Ernte freuen: Qualität und Menge passen ebenso wie die Absätze im LEH – somit ist der Bio-Marktanteil von 10% gesichert.

GEFORDERT. Dennoch kämpfen Österreichs Obstbäuer:innen mit massiven Herausforderungen. Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich: „Obwohl die Apfelernte heuer deutlich höher ausfällt als in den Jahren davor, bleibt die Lage im Sektor angespannt. In den vergangenen zehn Jahren konnten aufgrund des Klimawandels lediglich drei Normalernten eingebracht werden.“ Hinzu kommen stark gestiegene Betriebskosten, höhere Lohnkosten, neue eingeschleppte Schädlinge sowie eingeschränkte Möglichkeiten zum Schutz der Pflanzen – und nicht zuletzt der Strukturwandel. So sind in den Jahren zwischen 2017 und 2023 14% der Obstfläche im österreichischen Obstbau und 19% der Betriebe verloren gegangen – darunter auch über 1.000ha Apfelfläche. Manfred Kohlfürst, Obmann des Österreichischen Branchenverbands für Obst und Gemüse: „Unter den aktuellen Rahmenbedingungen steht der Obstbau in Österreich vor großen Herausforderungen. Wir brauchen dringend Verbesserungen.“

LÖSUNGSORIENTIERT. Zur Diskussion stehen daher nicht nur Verbesserungen im Bereich der Lohnnebenkosten und Investitionsbeihilfen zur Klimawandel-Anpassung, sondern auch die Frage nach Pflanzenschutzmitteln, mit denen auf neuartige Schädlinge reagiert werden kann.