Echte Gourmets

Heumilchkühe ernähren sich von Gräsern, Kräutern und Heu – dieser besondere, naturbelassene Speiseplan ermöglicht die Produktion von Milchprodukten mit Mehrwert, die von der ARGE Heumilch auch 2024 sehr erfolgreich vermarktet wurden.

Kategorie: Food

Wenn Karl Neuhofer, Obmann der ARGE Heumilch und selbst Heumilchbauer, von der Heumilchwirtschaft berichtet, dann spürt man immer echte Leidenschaft. Auch bei der diesjährigen Pressekonferenz der ARGE Heumilch merkte man, dass er für dieses Thema „brennt“. „Echte Gourmets“ seien die Kühe, die im Sommer auf der Weide frische Gräser und Kräuter fressen und im Winter mit Heu versorgt werden und denen er „höchsten Komfort bieten“ möchte. Doch Heumilchwirtschaft bringt nicht nur dem Vieh Vorteile, sondern macht auch aus Nachhaltigkeits- und Gesundheitssicht Sinn – und sie generiert Mehrwert für die Bäuerinnen und Bauern – eine Berufsgruppe, die für unsere Versorgung mit Lebensmitteln schlicht unverzichtbar ist, derer es aber leider immer weniger gibt. Auch deshalb gilt es, „die Geschichte und inneren Werte von Heumilch immer wieder zu erzählen“, so Geschäftsführerin Christiane Mösl, die ebenfalls spürbar mit Herzblut hinter ihrer Sache steht.

BEKANNT. Mit umfangreichen Kommunikationsmaßnahmen will man Verarbeiter und Vermarkter am Markt unterstützen und bei den Konsument:innen Bekanntheit schaffen sowie Vertrauen aufbauen. Und diesbzgl. hat man ganz offensichtlich gute Arbeit geleistet: 2024 wurden 528 Mio. kg Heumilch verarbeitet, der Bioanteil beträgt 38%. Mit einem Absatzplus von 8% (RollAMA) entwickelt sich dieser Bereich deutlich besser als der Gesamtmarkt (+2,2%). Fast jedem sind Heumilchprodukte mittlerweile ein Begriff: In Österreich haben Heumilch-Produkte eine Bekanntheit von 92%“, berichtet Mösl. „Auch in Deutschland kennt uns jede:r Zweite. Mit unseren kontinuierlichen Marketingmaßnahmen positionieren wir uns klar auf dem Markt. Das Ziel unserer Aktivitäten ist es, insbesondere den Absatz von Heumilch-Käse im kommenden Jahr weiterhin zu stärken, werden doch 85% der Heumilch zu Käse verarbeitet.“ Und das wiederum ist gut und wichtig für die Landwirt:innen. „Wir müssen die Wertschöpfung auf die Höfe bringen“, so Neuhofer. Heumilchbäuerinnen und -bauern erhalten derzeit durchschnittlich einen Zuschlag von 4 Cent für konventionelle bzw. 6 Cent für Bio-Heumilch. Insgesamt wurden letztes Jahr 18 Mio. € Mehrwert für die Höfe erwirtschaftet.

ERZÄHLEN UND ERZÄHLEN. Damit es in dieser Tonart weitergeht, legt sich die ARGE Heumilch auch 2025 wieder ganz schön ins Zeug und hat ein umfassendes Kommunikations- und Maßnahmenpaket geschnürt. Auf dem Plan steht ein Mix aus TV, Print, Online, Out of Home und Radio, der im Frühjahr und im Herbst in ganz Österreich ausgespielt wird. Im wichtigen Exportmarkt Deutschland setzt man heuer außerdem auf neue Kanäle wie Kino und Streaming-TV. Dass Heumilchwirtschaft die ursprünglichste Art der Milcherzeugung ist, bringt man ab sofort mit dem Slogan „Heumilch – so macht man Milch“ auf den Punkt. Ein Gewinnspiel, bei dem 100 Käselaibe verlost werden, soll das Interesse zusätzlich schüren. An die Zielgruppe der Zukunft richtet man sich wieder mit einem eigenen Kinderbuch, das diesmal Interessantes um das Bodenleben am und um den Heumilchbauernhof erzählt. Ziel ist es hier auch, die Komplexität der Landwirtschaft schon den Kleinsten auf unterhaltsame Weise näher zu bringen und ihnen von Beginn weg die Besonderheiten von Heumilch bewusst zu machen.