Wie steht es um die Lage der nationalen und internationalen Getreidemärkte? Wie gelingt eine ethische Nahrungsmittelproduktion? Und wie schafft man den Sprung zum regenerativen Wirtschaften? Diesen großen Themen widmete sich der heurige Feldtag der Fini’s Feinstes Mühle, an dem rund 60 Entscheider:innen aus der Lebensmittelindustrie, dem Getreidehandel sowie Medien- und Wissenschaftsvertreter:innen teilnahmen.
EINFLUSSREICH. Den Start der Expert:innenvorträge machte Stefan Weinwurm, Leiter des Getreide-Einkaufs bei GoodMills Österreich, mit einem Überblick zu der aktuellen Situation auf den nationalen und internationalen Getreidemärkten. Die gute Nachricht: Anbaubedingungen, Aussaatflächen sowie der Witterungsverlauf für den Weizenanbau in Österreich und Europa verlaufen bisher zufriedenstellend. „Allerdings sei zu beachten“, so Weinwurm: „Zölle, Kriege und Wechselkurse haben in der aktuellen Situation oft eine größere Einwirkung als fundamentale Produktionsdaten. Ein gut aufgesetztes Risikomanagement mit verlässlichen Partner:innen entlang der gesamten Wertschöpfungskette ist daher wichtiger als je zuvor.“
HAND IN HAND. Mit den Vorträgen von Sigrid Stagl, Professorin für Environmental Economics and Policy an der WU Wien, und Christian Dürnberger, Philosoph und Kommunikationswissenschafter am Messerli Forschungsinstitut der Veterinärmedizinischen Universität Wien, lud die Veranstaltung dazu ein, einen Blick auf Wirtschaft und das eigene Unternehmen aus der Helikopter-Perspektive zu werfen. Im Zentrum standen dabei der Wandel hin zu einer regenerativen Wirtschaftsweise und dringend notwendige Veränderungen in der öffentlichen Wahrnehmung von Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion. Dürnberger: „Lebensmittelproduktion wird oft als beschauliche Idylle inszeniert – dabei können Technik und Digitalisierung helfen, den vielfältigen gesellschaftlichen Erwartungen gerecht zu werden. Wir brauchen daher neue Bilderwelten rund um Landwirtschaft und Lebensmittel, bei denen Technik, Expertise und Fortschritt eine positive Rolle spielen.“
NEUES SIEGEL. Neuigkeiten in diese Richtungen gibt es auch bei Fini’s Feinstes selbst: Während der Ausbau der Bio-Mühle in Rannersdorf weiter voranschreitet, präsentieren sich die Bio-Mehle der Marke jetzt neu mit dem Bio Austria-Siegel. Peter Stallberger, GF GoodMills Österreich: „Die Nachfrage nach Bio-Produkten steigt, aber Bio ist nicht gleich Bio. In dem Siegel-Dschungel gilt es, Partner zu finden, die hohe Standards schätzen und tatsächlich das erfüllen, wofür sie nach außen stehen – als Siegel-Aussteller wie auch als Unternehmen. Genau das möchten wir auf dem gemeinsamen Weg mit Bio-Austria unterstreichen.“


