Kaffee geht hierzulande in jeder Form – ob mit oder ohne Zucker, ob mit viel, wenig oder ohne Milch, ob außer Haus oder daheim. Und wenn die Außentemperaturen steigen, dann darf er immer öfter auch mal kalt sein. Nicht nur als klassischer Eiskaffee in der Gelateria, sondern auch als kalter Coffee-to-go. Und den holt man sich bereits seit vielen Jahren auch sehr gern aus dem Kühlregal des Supermarktes. Dies macht den Eiskaffee-Markt zu einer langfristig verlässlichen Größe. Auch zuletzt konnte die Kategorie weiter zulegen: um 3,8% im Wert und 2,6% in der Menge (Nielsen, FY 2024). Zu beobachten war, dass die Promotion-Aktivität ausgeweitet wurde – und zwar von 20,7 auf 22,1%. „Der Markt wird immer wettbewerbsintensiver“, urteilt Sabrina Schmid, Head of Marketing bei Emmi Österreich. Marktführer „Emmi Caffè Latte“ konnte sich dabei überdurchschnittlich gut entwickeln: Ein Umsatzplus in Höhe von 6,3% sowie ein Mengenzuwachs von 4,4% schlagen hier zu Buche. „Emmi konnte weiter Marktanteile dazugewinnen und das Jahr 2024 mit einem Absatzanteil von knapp 31% abschließen“, berichtet Sabrina Schmid. Heuer lieferte man bereits weitere Impulse mit dem Launch der neuen Sorte „Cinnamon Roll“, bei der der Geschmack von 100% Arabica-Kaffee mit der aromatischen Süße von Zimt verbunden wird. Außerdem läuft eine neue Kampagne mit dem Claim „Be ready“, bei der „Emmi Caffè Latte“ den Konsument:innen als Frischekick für die unterschiedlichsten Situationen – von Business Lunch bis Date Night – ans Herz gelegt wird.
KLASSISCH? Abwechslung ist hier jedenfalls gefragt. Ganz vorne im Beliebtheits-Ranking bleiben aber freilich die ganz „normalen“ Kaffee-Varianten. „Unsere Klassiker ‚Cappuccino‘ und ‚Macchiato‘ dominieren nach wie vor in Volumen und Umsatz“, berichtet Sabrina Schmid von Emmi und erläutert: „Gründe dafür sind deren hohe Distributionsbreite und die Bekanntheit bzw. Beliebtheit der Sorten, die bereits seit 2004 im Regal stehen.“ „Allerdings“, so Schmid weiter: „Flavour Varianten tragen jedoch zum Wachstum, zur Innovation und zur Markenprofilierung bei. Neue Geschmacksrichtungen lösen Neugier aus und stärken die Wahrnehmung einer Marke. Als Marktführer wollen wir Dynamik und Zeitgeist vermitteln – und setzen deshalb auf Flavour Sorten, die als Limited Edition eingeführt werden.“ Mit der Option, zu bleiben: So war beispielsweise die heutige Standard-Variante „Vanilla“ 2011 auch mal „nur“ eine Limited Edition.
GEBECHERT. Diversität ist freilich in Sachen Gebinde ebenso sinnvoll. Allerdings gibt es auch hier einen klaren „Platzhirsch“: „Die bei weitem beliebteste Verpackung ist der Getränkebecher“, schildert Josef Braunshofer, Geschäftsführer der Berglandmilch. Die Berglandmilch setzt mit ihren 2024 unter der Marke „Meinl“ lancierten Eiskaffee-Varietäten auf den typischen Becher. Seit kurzem serviert man den Verbraucher:innen in diesem Gebinde (neben „Cappuccino“) auch „Latte Macchiato“ und „Caffè Latte“ – für noch mehr Auswahl und um noch besser den individuellen Kaffeegeschmack der Verbraucher:innen zu treffen. Zum Einsatz kommt dabei ein 240ml-Kartonmantelbecher mit Easy-to-drink-Deckel.
LIEBER DUNKEL. Bei „Jacobs Icepresso“ (JDE Peets) zielt man ebenfalls darauf ab, jedem/r Österreicher:in seinen/ihren Kaffee so zu kredenzen, wie er oder sie ihn persönlich bevorzugt. Und so präsentiert man nun „Icepresso Dark“ (S.20). Dieser Eiskaffee enthält nur 20% Milch und kommt ohne zugesetzten Zucker aus – ein Angebot an all jene, die auch ihren Heißkaffee lieber pur genießen. In Sachen Packaging setzt man auf eine recyclingfähige Aludose, die dank des geringen Milchanteils Teil des Einwegpfandsystems ist und somit retourniert werden kann und soll.
UNTERWEGS. „Unterschiedliche Formate helfen dabei, unterschiedliche Konsument:innenbedürfnisse anzusprechen“, ist auch Sabrina Schmid von Emmi Österreich überzeugt. Lange gab’s „Emmi Caffè Latte“ ja ausschließlich im Becher, letztes Jahr stellte man diesem eine größere PET-Flasche mit 350ml Inhalt zur Seite, wobei man in diesem Fall auf UHT-Milch setzt, was eine ungekühlte Logistik ermöglicht. „Die Flasche steht außerdem für Wiederverschließbarkeit und Mobilität – Formatvielfalt schafft somit zusätzliche Usage Occasions“, so Schmid.
FÜR JEDE:N. Egal wie die individuellen Vorlieben oder der Kaufanlass aussehen – der Eiskaffee-Markt zeigt sich situationselastisch und deckt immer mehr Gebinde- sowie Geschmackspräferenzen ab, womit auch die Zielgruppe für entsprechende Produkte weiter wachsen dürfte.