Es liegt an der Luft

„Berliner Luft“ ist ein Phänomen. Während die Spirituosen- und Likör-Umsätze in Österreich eher wenig Anlass zur Freude geben, ist mit dem Minz-Likör aus Berlin eine Marke quasi über die Hintertür angesagter Party-Locations in den LEH eingezogen – und konnte sich erfolgreich etablieren.

Kategorie: Food

PRODUKT: Die Geschichte von Schilkin reicht bis in die 1920er zurück. Wann genau entstand der Kultlikör „Berliner Luft“?

Zocher: Die „Berliner Luft“ hat eine lange und traditionsreiche Geschichte: Sie entstand rund um das Jahr 1950 in Berlin-Kaulsdorf. Zum 70-jährigen Jubiläum im Jahr 2020 feierten wir mit einer beliebten Retro-Sonderedition. Seit ihrem Start steht die „Berliner Luft“ für Frische, Lebensfreude und echten Berliner Charakter. Werte, die sie zu einer der bekanntesten und beliebtesten Marken ihres Segments gemacht haben.

PRODUKT: Heute wird das Unternehmen in 4. Generation geführt – was sind die Ziele?

Zocher: Das klare Ziel ist, das Unternehmen nachhaltig und zukunftssicher weiterzuentwickeln. Wir setzen konsequent auf Qualität, Innovation und kontinuierliche Investitionen in moderne Technologien. So können wir unseren Konsument:innen stets frische, kreative Produktvariationen bieten. Dabei verbinden wir bewährte Tradition mit Fortschritt und reagieren auf die sich wandelnden Bedürfnisse unserer Kundschaft.

PRODUKT: In Österreich ist die Marke noch nicht so lange erhältlich – wie kam die „Luft“ ins Land?

Zocher: Die Reise der „Berliner Luft“ nach Österreich verlief auf charmante Weise: Zunächst brachten Studierende und Partygäste den Kultlikör aus Deutschland mit. Auch viele Urlauber entdeckten die frische Pfefferminznote für sich und nahmen sie nach Hause mit. Die Begeisterung verbreitete sich schnell: Heute ist „Berliner Luft“ aus Skihütten, Clubs, Festzelten und Supermärkten nicht mehr wegzudenken. Sie steht für weit mehr als nur für ein Getränk – sie symbolisiert gemeinsame Momente, gute Stimmung und das besondere Lebensgefühl, das man einfach teilen möchte.

PRODUKT: Gute Stimmung mag man in Österreich offenbar, denn die „Luft“ geht weg wie geschnitten Brot, bzw. wie warme Semmeln, wie man bei uns sagt – wie sehen die harten Zahlen dazu aus?

Zocher: Was einst mit wenigen Kartons pro Lieferung begann, ist heute eine beeindruckende Erfolgsgeschichte. Wöchentlich fahren ganze LKW-Ladungen nach Österreich, und insgesamt kommen wir auf rund 6 Mio. Flaschen pro Jahr, über alle Sorten und Größen hinweg. Ein klarer Beleg dafür, wie fest die Marke in Österreich etabliert ist.

PRODUKT: Was macht „Berliner Luft“ in Österreich so erfolgreich – Ihrer Meinung nach?

Zocher: Die Beliebtheit von „Berliner Luft“ in Österreich liegt an mehreren Faktoren: Unser vielfältiges Portfolio überzeugt sowohl im Handel als auch in der Bar- und Clubszene. Wir setzen auf Außer-Haus-Konsum und Präsenz in unterschiedlichsten Locations, von Skihütten über Clubs bis hin zu Festzelten. Und wir freuen uns über diesen Erfolg, denn die Expansion in internationale Märkte trägt maßgeblich zu unserem nachhaltigen Marken- und Umsatzwachstum bei.

PRODUKT: Wie viele Varianten gibt es insgesamt? Was ist die Idee dahinter?

Zocher: Neben den verschiedenen Flaschengrößen umfasst unser Sortiment mittlerweile mehr als zehn Varianten. Die Idee dahinter: Tradition mit Innovation verbinden und eine breite Palette an Geschmacksrichtungen anbieten. So sprechen wir unterschiedliche Zielgruppen an und machen die Marke sowohl für langjährige Fans als auch für Neuentdecker attraktiv.

PRODUKT: Welche Varianten – außer dem Original – gehen in Österreich besonders gut?

Zocher: Neben dem Klassiker sind besonders „Berliner Luft Eisbonbon“, „Berliner Luft Schoko“ und „Berliner Persico“ sehr gefragt. Auch kreative Range-Erweiterungen wie „Berliner Luft Erdbeere“ in der Glitzer-Variante oder „Berliner Luft Kalter Kaffee“ erfreuen sich großer Beliebtheit und zeigen, wie stark unser innovatives Sortiment beim österreichischen Publikum angekommen ist.

PRODUKT: Alkoholfrei wird immer mehr gehypt – wird es jemals eine alkoholfreie „Berliner Luft“ geben?

Zocher: Nein

PRODUKT: Danke für das Gespräch und Cheers!