Flaschendrehen

Zwei Drinks im Wettbewerb – was bestellt die Redaktion?

Kategorie: Professional

Im Herbst mögen es die Geschmacksknospen etwas würziger als im Sommer. Und egal, was die Außentemperaturen dazu sagen mögen – für ein kühles Bier ist es nie zu kühl. Was liegt also näher, als zwei IPAs unser Geschmacksduell bestreiten zu lassen? In der diesmaligen Verkostung treten zwei Kandidaten der schottischen Brauerei BrewDog gegeneinander an: „Punk IPA“ gegen „Wingman Session IPA“ – beide erhältlich im Sortiment von R. Ammersin.

DESIGN. Zwei farbintensive, auffällige Dosen lenken sofort die Aufmerksamkeit aller Anwesenden auf sich: Ein in verschiedenen Blautönen schillernder „Punk“ sowie ein knallig-gelber „Wingman“ mit einem „Pilotenadler, der Tom Cruise in Top Gun Konkurrenz macht“, meint ein Verkoster und lächelt nostalgisch. Ob der „Wingman“ Tom Cruise-Feeling verbreitet? Wir werden sehen. Gespannt sind wir auf jeden Fall – egal ob Top Gun-Fan oder nicht; denn Neugier gehört für uns zum guten Geschmack.

GESCHMACK. Der „Punk“ kündigt sich in der Nase durch intensive tropisch-fruchtige Noten an. „Riecht Anarchie so?“, fragen wir uns. Und wenn ja: Ist es schlimm, wenn wir den Duft verführerisch finden? Auch der „Wingman“ punktet mit seinem fruchtigen Aroma, hier treten aber Zitrusnoten in den Vordergrund; zudem kommt der Duft wesentlich leichter daher – wie auf Adlerschwingen. Wir freuen uns über das gelungene Wortspiel und starten den Geschmackstest. Der „Punk“ zeigt sich einnehmend und präsent, mit einem intensiv-hopfigen Geschmack, der die Frucht gut ausbalanciert. Im Abgang präsentiert der „Punk“ seine Bittere – das gefällt nicht jedem in der Runde. Der „Wingman“ gleitet elegant unsere Kehlen hinab – beim Session IPA treten die Bitternoten zurück, es bleibt ein leichter, hopfiger Geschmack, der Lust auf mehr macht.

BEGLEITER. Der „Punk“ macht seinem Namen alle Ehre – ein solcher Charakter ist für sich selbst genug. Wir sehen uns in einem Pub, bei einem leutseligen Abend, vielleicht mit ein paar Onion Rings oder Tacos zum Snacken. Der „Wingman“ entfacht in uns die Fleischeslust: Pulled Pork oder Burger mit BBQ-Sauce fänden wir zu unserem Flugbegleiter perfekt. Und zwar am liebsten: am Flughafen! Das ist aufgelegt, geben wir zu – aber einfach zu passend.

FAZIT. „Ich würde alle beide trinken – es kommt nur darauf an, in welcher Stimmung ich gerade bin“, bringt eine Verkosterin unser Dilemma auf den Punkt. Denn beide IPAs überzeugen uns mit ihrer dezenten Fruchtnote und dem intensiv-hopfigen Geschmack. Aber – wir müssen uns entscheiden. Daher hier und jetzt:

Das Ergebnis: 3:2 für den „Brewdog Wingman“