Bier ist bekannt für seine Vielfalt und Komplexität an Aromen, die beim Brauen durch den Einsatz hochwertiger natürlicher Rohstoffe und der Gärung entstehen. Dazu weiß Karl Schwarz, Obmann des Verbandes der Brauereien Österreichs: „Wenn das Bier die Brauerei verlässt, ist es genau richtig, um genossen zu werden. Daher ist die richtige Lagerung dieses Naturprodukts besonders wichtig.“ Aus diesem Grund hat der Verband ein Info-Paket geschnürt, das sich exakt mit dieser Thematik befasst und praktikable Hilfestellung gibt.
Vor Licht und Wärme schützen. Die optimale Temperatur liegt zwischen 5 °C und 10 °C. Extrem kalte oder warme Bedingungen ändern den Geschmack. „Und das Bier auch immer stehend lagern, egal ob Fass, Flasche oder Dose“, empfiehlt Brauereiverbands-GF Florian Berger.
Temperaturschwankungen vermeiden. Am besten das Bier dunkel lagern. Bier muss vor Sonnenlicht und anderen Lichtquellen geschützt werden. UV-Strahlen verändern Biergeruch und -geschmack sehr rasch. Daher sollte Bier nicht im Freien gelagert werden. „Es verkürzt sich auch die Haltbarkeit, insbesondere, wenn zu warm gelagert wird“, erklärt der Brauereiverbands-GF und ergänzt: „Das Bier verliert Aromen, wenn wiederum zu kalt gelagert wird.“ Aber auch zur Schimmelbildung kann es kommen, „wenn feucht gelagert wird – speziell bei Flaschen, die mit Kronenkorken oder Twist-Off-Korken verschlossen sind“, so Berger.
Falsche Lagerung. Die nicht ordnungsgemäße Lagerung von Bier führt zu Geschmacksveränderungen durch Alterung (brotig, pappig, sauer, butterartig, Sherry etc.) sowie zu „Lichtgeschmack“ (grasig, hanfartig). Und Bier „nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum“ muss nicht zwangsläufig entsorgt werden. „Jedenfalls sollte man es mit allen Sinnen auf Aussehen, Geruch und Geschmack prüfen. ,Abgelaufenes Bier‘ ist nicht gesundheitsschädlich“, sagt Karl Schwarz.