Das Wort achtsam suggeriert in diesem Kontext, genau hinzusehen, aufmerksam und wachsam zu sein, es steht aber insbesondere auch für einen bewussten Umgang mit den eigenen Bedürfnissen. Längst ist es ja nicht mehr so, dass Lebensmittel ausschließlich schmecken und satt sowie Waschmittel einfach die Wäsche sauber machen sollen, wir erwarten zunehmend mehr von den Produkten des täglichen Bedarfs. Es geht also vermehrt um das Plus an Leistung, das ein Produkt verspricht – etwa Proteine, Vitamine oder auch um das Versprechen von Natürlichkeit oder Gesundheit.
ANDERSRUM. Aber natürlich geht es bei diesem Heftthema nicht nur um den „High in…“-Faktor, sondern auch um das „free from…“-Kriterium. Saubere Rezepturen, sorgsame Herstellungsverfahren und ethisch sowie ökologisch korrekte Lieferketten fallen unter diesen Aspekt, dem kritische Verbraucher:innen durchaus große Beachtung schenken. Für dieses Heftthema haben wir uns daher beispielhaft beide Auslegungsseiten angesehen und sowohl die positiven als auch die konfliktreichen Bereiche so mancher Produkte unter die Lupe genommen.
KOMPETENT. In der Helikopter-Perspektive geht es schließlich bei der Frage „was ist drin?“ um, wie es Maria Fanninger von Land schafft Leben nennt, Konsumkompetenz. Im Interview mit ihr und Hannes Royer wird schnell klar, dass das ein wahnsinnig großes Feld ist. Ihre Mission „Wir wollen den Menschen das nötige Wissen mitgeben, damit sie eigenverantwortliche, bewusste Konsumentscheidungen treffen können“ ist eine wahrlich große Aufgabe, denn sie beschränkt sich eben nicht auf Zutaten, sondern nimmt das Große und Ganze in Sachen Lebensmittelproduktion ins Visier. Aber lesen Sie selbst: Das Gespräch finden Sie auf Seite 10.
