Der höhere Lifetime Value ist zwar einer der wichtigsten, aber nicht der einzige, weshalb die junge Zielgruppe für Markenartikler und somit auch für den Handel so interessant ist. So schlagen etwa aktuelle Trends meist am stärksten bei den Jungen durch. Pflanzlich, Proteine, Korean Style, Snacking, Ready-to-Drink sind allesamt Themen, die sich derzeit insgesamt hoher Beliebtheit erfreuen, in der NextGen aber nochmal überdurchschnittlich relevant sind – und mit denen sich überaus gute Geschäfte machen lassen. Praktisch in Sachen Kommunikation mit der jungen Zielgruppe ist deren Verhalten als Digital Natives, denen Trends und Produktneuheiten via Social Media in den Feed und somit quasi direkt in die Lebensrealität gespült (und anschließend weitergeteilt) werden können.
UNKOMPLIZIERT. Doch mit welchen Produkten und Konzepten hat man die besten Chancen, bei den Jungen zu punkten? Dazu müssen natürlich die Lebensumstände der Zielgruppe mitgedacht werden – und diese unterscheiden sich in vielen Punkten deutlich von jenen vorangegangener Generationen. Der Alkoholkonsum etwa ist ein gutes Beispiel: Traute man sich früher kaum zuzugeben, dass man keinen Alkohol trinke, ist der Verzicht auf Promille in der Gen Z gängig. Waren früher drei große Mahlzeiten an der Tagesordnung, wird heute gesnackt – oft nicht am Tisch, sondern gerne auch unterwegs. Generell mag es die NextGen unkompliziert: ready-to-drink, gut zum Mitnehmen, in kleinen Verpackungseinheiten, ohne viel Aufwand zu verzehren.
WERT. Die neue Generation ist aber auch eine mit Haltung. Mit Werten, die man auch beim Einkauf im Supermarkt vertritt – sei es in Sachen Nachhaltigkeit, Ethik, Tierwohl, fairem Handel, Gesundheit u.v.m. Zugleich ist die neue Generation aber noch nicht so kaufkräftig wie ältere Bevölkerungsschichten und somit oft preissensibel. Konzepte, die sich diesen Herausforderungen stellen und so die NextGen ansprechen und begeistern wollen, gibt es in hoher Zahl. In dieser Ausgabe finden Sie viele gute Beispiele.