Heute nur geschäumt

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Melange, Cappuccino, Flat White & Co. werden bekanntlich mit viel Milch zubereitet. Oder auch nicht: Denn pflanzliche Alternativen erfreuen sich zur Verwendung im Kaffee ebenfalls großer Beliebtheit – insbesondere die ganz darauf abgestimmten Barista-Produkte.

Kategorie: Food

Sich ganz gezielt den Kaffeelieb­haber:innen zu widmen, macht aus Sicht der Hersteller pflanzlicher Alternativen durchaus Sinn. Isabel Petit, CEO Danone („alpro“): „Kaffee ist nicht nur eins der beliebtesten Getränke in Österreich, sondern stellt auch ein tägliches Ritual für Millionen von Menschen dar.“ Hier sehen die Spezialisten für Pflanzliches also Potential. 11,1% der österreichischen Kaffeetrinker:innen verfeinern ihren Kaffee bereits mit pflanzlichen Alternativen (Tchibo/NIQ/GfK-Erhebung, 2025). „Davon ist Hafer mit knapp 10% die alles dominierende Sorte“, berichtet Berglandmilch-GF Josef Braunshofer. Jedoch, wenn die Milch oder ihr pflanzliches Pendant im Kaffee zum Einsatz kommt, dann müssen die Produkte um einiges mehr können als bei „purer“ Verwendung. Erwartet wird v.a. ein gutes Aufschäumverhalten und ein stabiler, feinporiger Schaum. Genau hier setzen die immer öfter vorzufindenden Barista-Produkte an, die in ihrer Zusammensetzung an die speziellen Anforderungen adaptiert werden. Petit: „Dafür wird meist das Verhältnis von Fett, Eiweiß und Stabilisatoren angepasst, sodass die Milchalternative beim Erhitzen nicht trennt und sich gut mit Espresso verbindet.“ Bei der Berglandmilch bestätigt man ebenfalls, dass die Barista-Produkte einen Unterschied machen. GF Josef Braunshofer: „Barista-Drinks sind technologisch gezielt für Anwendungen im Kaffeebereich entwickelt. Sie weisen einen stabileren Schaum sowie eine höhere Hitze- und Säure­stabilität auf.“

VERSCHOBEN. Was die Basis-Zutaten für die Alternativen angeht, so hat sich zuletzt einiges verändert. Braunshofer: „Es gab in den letzten zwei bis drei Jahren sehr starke Verschiebungen weg von Soja und Mandel zu Hafer.“ Und auch die Neuheiten der vergangenen und kommenden Monate spielen sich v.a. im Haferbereich ab. „alpro“ (Danone) hat sein Sortiment etwa um die Variante „alpro Barista This is Not M*lk“ ergänzt, „Joya“ (Hain Celestial) offeriert neuerdings auch den „Joya Zero Barista Hafer“, der ohne Zucker auskommt. Die Berglandmilch stellt ihrem „Schärdinger Hafer Drink“ (für das Kühlregal) nun den ungekühlt haltbaren „Schärdinger Formil Barista Hafer Drink“ zur Seite, der ebenfalls aus heimischem Hafer hergestellt wird. Außerdem wächst das Angebot an Flavoured Produkten, wie etwa „alpro Barista Karamell Geschmack“ (aus Hafer und Soja) oder, brandneu, die zwei neuen Varianten innerhalb der „Oatly Barista Edition“, nämlich „Popcorn Flavour“ sowie „Caramel Flavour“.

KERN BIS KARTOFFEL. Abgesehen von Alternativen aus Hafer stehen natürlich weiterhin vielerlei Varianten aus Soja, Mandel oder Kokos zur Verfügung. Aber auch aus Obstkernen (z.B. „Wunderkern Drink Barista“) oder Kartoffeln („DUG Barista“ sowie „DUG Barista Unsweetened“) lassen sich pflanzliche Produkte zur Kaffeeverfeinerung herstellen. Insbesondere im nahenden Veganuary, in dem viele Markenartikler ihre pflanzlichen Produkte durch entsprechende Aktivitäten forcieren werden, dürften die Konsument:innen wieder besonders offen sein, hier auch Neues zu probieren.