Die Eis-Kategorie lebt von Neuheiten. Mehr als 9% des Eis-Umsatzes im österreichischen LEH sind 2024 mit Innovationen gemacht worden (Nielsen, LEH inkl. Hofer/Lidl, Umsatz, Neuprodukte 2024, YTD 24 inkl. KW44). International gesehen, kann der Innovationsanteil sogar bis zu 18% betragen (Nielsen Global Innovation Index 2020-23 (9 European Markets). Somit ist „Eis“ die zweitwichtigste Food-Kategorie, in der Konsument:innen offen für Neues sind (IGD Category Benchmark report, the Role of Innovation, August 2023). Lediglich im veganen TK-Bereich ist man noch intensiver auf der Suche nach Neuheiten. Das hat sich bei Eis etwas beruhigt: „Am Erfolg unserer veganen Innovationen aus 2024 sehen wir, dass ,vegan‘ mittlerweile im Mainstream angekommen ist“, erklärt Andrea Huber-Schallmeiner, Country Head Ice Cream Austria Unilever, und führt weiter aus: „Was zählt, ist die Qualität und der Geschmack der Innovation. Und wenn die auch vegan ist, dann ist das ein zusätzlicher Kaufanreiz.“ Generell geht es für sie um „intensive Geschmackserlebnisse oder Eis, das einen besonderen Verwöhnmoment bietet, dafür nimmt man sich heute Zeit, das gönnt man sich – und morgen sucht man dann nach einem schnellen Snack“, so die Branchenkennerin. Diese Sichtweise entspricht dem Zeitgeist, denn mehr denn je dreht sich in der Eis-Kategorie alles um die Vielfalt des Angebots, das die verschiedensten Wünsche und Bedürfnisse der Konsument:innen abdecken kann.
LEISTUNGSSCHAU. Die Eismarken von Unilever sind die treibende Kraft innerhalb der Kategorie. Im Jahr 2024 erzielte man einen Umsatz von 280 Mio. € (Nielsen, LEH inkl. Hofer/Lidl, Eis Gesamt, Umsatz in Mio. €, 2024) bei einem durchschnittlichen Wachstum von 6,2% pro Jahr (Nielsen, LEH inkl. Hofer/Lidl; Eis Total, Umsatz in Mio. €, durchschn. jährliche Wachstumsrate, 2010 bis 2024). In der heurigen Eissaison will Unilever mit einem Programm begeistern, das auf unterschiedliche Geschmackskombinationen, Konsistenzen und Texturen setzt. Andrea Huber-Schallmeiner: „,Utopisch‘, multisensorisch und außergewöhnlich abwechslungsreich wird es bei ,Magnum‘; ,maximal‘ unwiderstehlich bei ,Cornetto‘. Bei den Kids gibt es erfrischend-fruchtige Wirbel, viel Auswahl im Vorratspackungsbereich sowie Eis mit Fizz-Effekt und pfotenstarken Eisgenuss. ,Cremissimo‘ wartet mit trendiger Pistazie und veganem ,Himbeer Spritz‘ auf, ,Ben & Jerry’s‘ mit angesagten Brookies und einem Hit, der die Welt rocken wird.“
KLEIN UND FEIN. Der Trend hin zu kleinen Mahlzeiten hält weiter an. So war laut der Branchenexpertin „Cornetto Go! Sandwich“ in 2024 die „zweitstärkste Innovation“ bei den Kleinpackungen (Nielsen, LEH exkl. Hofer/Lidl, Neuprodukte Eis Gesamt & pro Segment, YTD 24/KW48). Huber-Schallmeiner: „Mit der ,Snackifizierung‘ einher geht die Ausweitung der Saison. Denn der Gusto auf die coolen Snacks ist wesentlich weniger temperaturabhängig als bspw. bei Wassereis, wo der sommerliche ,Erfrischungseffekt‘ einen wesentlich höheren Stellenwert hat.“ Der Erfolg der im Herbst 2024 eingeführten Bonbons von „Magnum“ steht als Synonym für die Verlängerung der Saison. „So konnten die drei ,Magnum bonbon‘-Sorten bis Jahresende 2024 einen Umsatz erzielen, der dem entspricht, was ein absoluter Renner und Klassiker im Sortiment – die ,Magnum Classic‘ 4 Stück-Vorratspackung – im Vergleichszeitraum erreichen konnte“, so Huber-Schallmeiner (Nielsen Discovery, LEH inkl. Hofer/Lidl, Umsatz, KW34-48 2024).
KAUFANREIZE. Bei „Pirulo“ erweitert Froneri neben den Top-Sellern „Pirulo Watermelon“ und „Pirulo Kaktus“ die Produktfamilie um „Pirulo Mango“, womit man die Auswahl für (junge) Erwachsene vergrößern will. „Milka“-Eis startet das Jahr gleich mit zwei Neuheiten: „Milka Chocolate Pretzel“ als Stieleis im Multipack und „Milka Butter Cookie“ im Eisbecher-Format. „Damit setzt Froneri auf eine gänzlich neue ,Milka‘-Stieleis-Sorte und verstärkt das ,Milka‘-Eisbecher-Sortiment um die beliebte ,Milka Mmmax‘ Schokoladentafel-Sorte ,Butter Cookie‘“, sagt Gerd Heyny, Marketing Manager Froneri Austria. Dem aktuellen Trend entsprechend schickt man diese Saison in der „Nuii“-Range die Sorte „Cream & Anatolian Pistachio“ ins Rennen, als Impulseis sowie in der Multipackung. „Damit wollen wir für frische Kaufanreize in der Kühltruhe sorgen“, erklärt Gerd Heyny und ergänzt: „Ob Pistazien aus Anatolien oder Macadamianüsse aus Australien – jedes ,Nuii‘-Stieleis bietet ein genussvolles Geschmackserlebnis mit ausgewählten Zutaten, die den Premiumcharakter der Marke widerspiegeln. Das macht ,Nuii‘ zu einer der erfolgreichsten Marken im Premiumeis-Segment.“ In Frankreich und Italien zählt laut dem Froneri Austria Marketingmanager „Nuii Cream & Anatolian Pistachio“ zu den Top 3 innerhalb des „Nuii“-Segments. Bei den Multipackungen geht Froneri mit „Nuii“ die Extrameile und präsentiert mit „Indian Mango & New Zealand Honey“, „Australian Macadamia & Java Vanilla“ sowie „Australian Macadamia & Nordic Berry“ drei neue Kombis im Mini-Format.
REISELUST. Für die Fans von „Häagen-Dazs“ hält Conaxess Trade Austria zwei neue Sorten im Vertriebsportfolio bereit: „Tiramisu Style Coffee & Mascarpone“ und „Churros Dulce de leche & Cinnamon“. Zu den beiden Varianten, die Teil der „City Collection“ sind, weiß Conaxess Trade Austria Commercial Director Reinhard Mülleder: „Die verschiedenen Sorten transportieren unterschiedliche Gefühle und sorgen für ein multisensorisches Eis- und Markenerlebnis – ganz nach dem Motto: ,Reisen bedeutet Freiheit, Aufregung und Freude.‘ So ist ,Tiramisu Style Coffee & Mascarpone‘ ein Mascarpone-Eis mit Tiramisu-Geschmack und einem Twist von Kaffee und Kakaosauce und Stückchen vom Kaffee-Biskuitkuchen. ,Churros Dulce de leche & Cinnamon‘ hingegen setzt auf Sahneeis mit Strudeln von Dulce de leche und Zimtsauce mit knusprigen Churros Stücken.“
INNOVATIV. Auf den Seiten 16, 24, 26 und 27 sind die Produkt-Details zu den einzelnen Eis-Neuheiten zu finden. Diese orientieren sich am Erfolgsrezept des Vorjahrs: Der Snacking-Trend wird weiter ausgebaut, das hierfür prädestinierte Becherformat beibehalten, und vegan ist gekommen, um zu bleiben. Somit unterstreicht die Eis-Kategorie einmal mehr eindrucksvoll, was für ein Innovationspotential in ihr steckt – das drückt sich nicht nur in den Marktzahlen aus, sondern man schmeckt es auch.