Tierwohl ist den Konsument:innen lt. aktuellen Studien ein wichtiges Anliegen – für die Bäuer:innen bedeutet es jedoch Investitionsbedarf und erhöhten Aufwand. Per 1. Juli wurden von der Berglandmilch deshalb nicht nur das „normale“ Milchgeld sowie der Biomilchzuschlag erhöht, sondern darüber hinaus auch der sog. Tierwohlbonus. Anrecht auf diesen haben Betriebe, die mit besonders tierwohlgerechten Stallungen und Haltungsformen punkten können. Insgesamt werden so mehr als 33 Mio. € zusätzliche Wertschöpfung auf die Höfe gebracht – die Transformation in tiergerechte und nachhaltige Haltungssysteme soll auf diese Weise erleichtert werden. „Wir erhöhen die Anreize für nachhaltige und tierwohlgerechte Haltungssysteme ab 1. Juli um einen weiteren Cent pro Liter angelieferter Milch. Schon über 40% unserer angelieferten Milchmenge kommt von Höfen, die in der höchsten Tierwohlbonusstufe wirtschaften“, erklärt Geschäftsführer DI Josef Braunshofer.
BEITRAG LEISTEN. Für die Tiere bedeutet dies nicht nur Bewegungsfreiheit und Auslauf, sondern auch heimisches, GVO-freies Futter. Der Einsatz von Glyphosat und Milchaustauschern ist untersagt, eine Teilnahme am Tiergesundheitsmonitoring ist Pflicht. Bis zu 4 Cent Tierwohlbonus pro kg Milch können sich die Landwirt:innen sichern – und so auch einen Beitrag zum selbst auferlegten Emissionsreduktionsziel der Berglandmilch leisten. Bis 2030 sollen die betrieblichen Emissionen des Unternehmens um mind. 40% reduziert werden, z.B. durch den Ersatz von Erdgas durch Biomasse und Biogas in den Molkereien, den Bezug von 100% Grünstrom und umweltfreundliche Verpackungslösungen wie Mehrwegglasgebinde. Der CO2-Fußabdruck der Berglandmilch-Bäuer:innen lag 2024 übrigens unter 1kg CO2e pro L Milch – der europäische Durchschnitt ist etwa 25% höher.

