Meinl: Ich wurde 1978 in Wien geboren. Habe medizinische Mikrobiologie und im Anschluss Medizin an der Universität Wien studiert. Mein besonderes Interesse galt immer der Infektiologie. Ein Fachgebiet, das ich auch im Wiener St. Anna Kinderspital weiterverfolgt habe. Dann musste ich eine Entscheidung treffen. Medizin oder Kaffee. Ich bin mit Kaffee aufgewachsen, dieser einzigartige Duft, diese Vielfalt an Aromen haben mich schon immer fasziniert. Kaffee vereint so viele Menschen auf der Welt. Es ist ein wunderbares und einzigartiges Getränk. Heute weiß ich, eigentlich war mein Weg vorbestimmt.
Meinl: Ja, so kann man das sagen. Ich stehe für Kaffee in der fünften Generation der Familie Julius Meinl. Kaffee ist in meiner DNA, ist meine Leidenschaft. Mein persönliches Anliegen ist es, die traditionsreiche Wiener Kaffeekultur mit neuen Entwicklungen am Kaffeemarkt zu verbinden. Eine Philosophie, die wir heute bereits bei Julius Meinl leben.
Meinl: Eine nachhaltige Verbesserung der Wertschöpfungskette muss von allen getragen werden: den Unternehmen, aber auch den Kaffeegenießer:innen. Nachhaltigkeit wird oft auf eine ressourcenschonende Produktion reduziert. Das ist wichtig, keine Frage, daran arbeiten wir, das zählt zu unseren höchsten Prioritäten. Es geht aber auch um ethische, menschliche, soziale Fragen, um Diversity entlang der Wertschöpfungskette. Hier besteht großer Bedarf für Veränderung. Kleinbäuer:innen brauchen unsere Unterstützung, aber auch die zahlreichen Frauen, für die der Kaffeeanbau Grundlage für ein selbstständiges und eigenbestimmtes Leben ist. Beispiele gibt es genug.
Meinl: Ich setze ganz klar auf beste Qualität und nachhaltige Herstellung. Wir forcieren den direkten und zertifizierten Einkauf sowie Projekte am Ursprung wie „Colombian Heritage“. Wir haben zahlreiche Maßnahmen zur Reduktion von Ressourcen in Produktion und Logistik gesetzt. Wir arbeiten an Zero-Waste Konzepten. Unsere heimkompostierbaren Kaffeekapseln werden noch dieses Jahr auf den Markt kommen. Und das alles unter der Prämisse höchste Qualität anzubieten.
Meinl: Für mich beginnt mein Tag mit einer Tasse Kaffee und er endet damit. Dazwischen gibt es natürlich auch den einen oder anderen Kaffee. Ich liebe Kaffee in jeder Form. Nur bei der Qualität mache ich keine Kompromisse. Zu Hause, wenn es schnell gehen soll, einen Espresso aus dem Siebträger, oder, wenn mehr Zeit ist, gieße ich meinen Kaffee sehr gerne selbst auf oder die Frenchpress kommt zum Einsatz.
Meinl: Kompromisslose Qualität
Meinl: Natürlich. Wenn ich den Kaffee nicht zurückschicke, nehme ich dem Gastronomen die Möglichkeit, sein Angebot zu verbessern. Und wie sagt ein Sprichwort so schön: „Das Leben ist zu kurz, um schlechten Kaffee zu trinken.“