Markenartikelverband

Veröffentlicht am

Kategorie: Events

1925 gegründet, feiert der Österreichische Verband der Markenartikelindustrie heuer sein 100-jähriges Bestehen. Den Auftakt zu den Jubiläumsaktivitäten machte am 26. Mai die Gala des MAV in der Wiener Hofburg. Hier traf sich alles, was in der Branche Rang und Namen hat: So etwa Andreas Nentwich, GF Maresi Austria, Wolfgang Stöhr, GF Ritter Sport Österreich, Martin Kaufmann und Markus Fahrnberger-Schweizer, Iglo Österreich, Günter Thumser, GF MAV,  Jaroslava Haid-Jarkova, General Manager Henkel Consumer Brands Austria, Gerold Idinger, GF Unilever – und viele, viele mehr.

Am nächsten Morgen bat der MAV zu einer Pressekonferenz in den Wiener Prater, bei der nicht nur eine interaktive Ausstellung, sondern auch die Ergebnisse einer aktuellen Studie präsentiert wurden. Die Studie des MAV wurde gemeinsam mit dem Wirtschaftsforschungsinstitut Economica unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Christian Helmenstein durchgeführt und zeigt erstmals den volkswirtschaftlichen Fußabdruck von Herstellermarken. Die Ergebnisse in aller Kürze: Marken schaffen jährlich 11,25 Mrd. € Wertschöpfung, sichern 144.000 Arbeitsplätze und tragen 5,43 Mrd. € an Steuern und Abgaben bei. „Marken sind weit mehr als Konsumgüter – sie fungieren als zentraler Motor der österreichischen Wirtschaft. Sie schaffen hochwertige Arbeitsplätze, treiben Innovation und sichern unseren Standort nachhaltig. Im dritten Jahr der Rezession wirtschaftlich enorm wichtig für Österreich“, kommentiert Josef Braunshofer, Präsident des Markenartikelverbands die Ergebnisse. Die von Marken-Originalen erzeugte Wertschöpfung verteilt sich dabei auf 4,86 Mrd. € in der Produktion und 6,39 Mrd. € in Handel und Logistik. Jeder in Marken investierte Euro löst im Schnitt zusätzliche 1,46 € an Wirtschaftsleistung aus – durch Zulieferer, Dienstleister und Konsum. Somit sind Marken nicht nur für den Endkunden, sondern für das gesamte Wertschöpfungsnetzwerk als wesentliche Impulsgeber von großer Bedeutung.

Dennoch sehen sich viele nationale Hersteller im Handel unter Druck gesetzt. „Denn“, so Günter Thumser: „Hersteller werden zunehmend gezwungen, Eigenmarken zu produzieren – oft unter dem Selbstkostenpreis. Das hemmt Innovation und entzieht vielen Betrieben die ökonomische Grundlage“.

Fotocredit: ©Katharina Schiffl