Ein weiterer Trend, der im soeben zu Ende gegangenen Veganuary einmal mehr gehypt wurde, ist jener zu plant-based-Produkten. Dieser stößt naturgemäß so manchem aus der Mopro-Branche sauer auf, während andere ihn zu nutzen versuchen und ihr Portfolio unter den eigenen starken Brands um pflanzliche Alternativ-Produkte ergänzt haben. Die Einschätzung des künftigen Potentials dieses Bereichs fällt allerdings recht unterschiedlich aus. „Pflanzenbasierte Ernährung, somit auch der Markt für pflanzliche Lebensmittel, werden weiterhin stark an Bedeutung gewinnen“, hört man etwa von Danone, in dessen Portfolio sich ja auch die Marke „alpro“ befindet. Bei der NÖM hingegen urteilt Marketingleiterin Veronika Koch: „Die Marktgröße der pflanzlichen Alternativen steht in keinem Verhältnis zu medialer Aufmerksamkeit und den Regalanteilen.“ Und auch von der Berglandmilch, die ja selbst auch Plant-based-Produkte anbietet, vernimmt man: „Bei pflanzenbasierten Alternativprodukten merken wir, dass die Lautstärke und Sichtbarkeit im öffentlichen Diskurs nicht den tatsächlichen Absatz widerspiegelt“, so GF Braunshofer, wenngleich er dennoch mit weiteren Zuwächsen rechnet: „Wir gehen davon aus, dass es durch die wachsende Zahl der Flexitarier und dem Wunsch nach pflanzlicher Vielfalt im Supermarktregal zu einer Steigerung von Angebot und Nachfrage kommen wird, diese aber auf relativ niedrigem Niveau verbleiben wird.“ Und was traut man dem Segment bei Rupp zu? Vorstand Daniel Marte: „Die Nachfrage nach pflanzlichen Alternativen wächst weiterhin, wobei immer mehr die Themen Geschmack und Bezahlbarkeit in den Vordergrund rücken. Wir sind sehr glücklich, dass wir Anfang 2023 nach längerer Entwicklungszeit unter dem Namen ‚Rupp Veinschmecker‘ drei vegane Neuprodukte einführen konnten, welche diese Kund:innenbedürfnisse erfüllen.“