Die Messehallen waren gut gefüllt: Insgesamt 32.500 Besucher:innen aus 140 Ländern haben die ISM genutzt, um Trends und Produkte zu entdecken und um sich mit (potentiellen) internationalen Geschäftspartner:innen auszutauschen. 1.600 Unternehmen präsentierten ihre Waren und boten an ihren Ständen den Rahmen für fachlichen Austausch. Wie von der ISM gewohnt war die Stimmung gut, wenngleich zahlreichen Herstellern der Schuh ob des hohen Niveaus der Rohstoffpreise drückt. Aktuell sind es vor allem die Kosten für Haselnüsse sowie die Frage, wie es mit dem Kakaopreis weitergeht, die den Markenartiklern Sorgen bereiten.
TRENDS. Einig ist man sich aber in der Ansicht, dass Kopf-in-den-Sand keine Option ist, sondern es zukunftsfähige Konzepte und attraktive Produkte braucht, um Genuss-Nascher:innen ebenso wie bewussten Snacker:innen die gewünschte Abwechslung zu bieten. Auffallend waren einmal mehr die starke Präsenz der Pistazie als Trendzutat, ebenso wie Proteine als Argument auch bei Naschereien sowie generell die Auslobung gesundheitsbezogener Vorteile. Aber, das wurde deutlich, es darf und soll auch weiterhin ganz klassisch genossen werden. Die Innovationsdichte war jedenfalls in alle Richtungen hoch. Manner etwa präsentierte – passend zum Bitesize-Trend – u.a. die „Manner Wafer Crunchies“, also schokoüberzogene Waffel-Häppchen in den Varianten „Dark Mix“ und „White Mix“. Außerdem zog man ein sehr positives Fazit zur letztes Jahr gestarteten Markenkampagne, deren Wirkung z.B. an einer praktisch vollständigen Markenwiedererkennung unter den Süßigkeitenkäufer:innen (99%) abzulesen ist. Am Nachbarstand fiel der Rosaton etwas dünkler und kräftiger aus, denn Katjes setzt in seiner Kommunikation nun auf sattes Pink – die Marke soll wieder frecher und lauter werden, kündigte Country Manager Clemens Kurz an. Auch Produktneuheiten und – entgegen des allgemeinen Trends – eine neue, größere Grammatur der Packungen (+20%) hat Katjes umgesetzt. „Weil wir die Dinge anders machen“, so Kurz.
IN FORM. Trolli spielt ebenfalls seine Kernkompetenzen aus und präsentierte auf der ISM u.a. die „Sauren Glüh Ringe“, eine runde Neuinterpretation des Bestsellers „Saure Glühwürmchen“, sowie die „Milky Cow“ in Form lustiger Kuh-Gesichter. Bei Neoh wiederum jubelte man vor allem über den tollen Start des 2025 lancierten „Crisp n Cream“ und kündigt für die nahe Zukunft eine Neuheit an, die auf dem Erfolg dieses Launches basiert. Kein Geheimnis mehr ist hingegen das neue „Neoh“-Eis, in das Gründer und GF Manuel Zeller ebenfalls hohe Erwartungen setzt.
FLEXIBEL. Bei Spitz nutzte man die ISM, um sich als verlässlicher Partner für Industrie und Handel zu präsentieren – als Private-Label-Experte sowie Lohnabfüller. Stolz ist man beispielsweise auf die automatische Kartonierungsanlage, in die kürzlich investiert wurde und dank derer man unterschiedliche Abfüll- und Verpackungsvarianten anbieten kann.
GESALZEN. Es ging aber nicht nur süß zu in den Kölner Messehallen – Hersteller pikanter Snacks waren ebenfalls zahlreich vertreten. So z.B. Xox, wo es u.a. einen neuen „Karotten Snack“ sowie den Maissnack „Corns“ zu entdecken gab.





