Rund 15 Mio. € sowie enorm viel Arbeit sind in die neue Produktionslinie geflossen, weitere 4 Mio. € in die nötige Infrastruktur. Es ist die größte Einzelinvestition in der Vöslauer-Geschichte. Doch es ist eine, von der man sich viel erhofft: Schließlich lassen sich damit Konsument:innenwünsche bedienen, die man bisher noch nicht er- bzw. abfüllen konnte. Dank des Investments kann Vöslauer in neue Segmente vorstoßen, was die Absätze pushen und auch im Export hilfreich sein dürfte. Konkret handelt es sich um eine Aseptik-Anlage: Damit lassen sich Produkte keimfrei abfüllen, wodurch keine Konservierungsstoffe nötig sind. Während Kohlensäure natürlicherweise konservierend wirkt, ist die aseptische Abfüllung insbesondere im Bereich stiller Getränke mit Geschmack relevant. „Der Durst der Zeit verändert sich ständig“, schilderte Yvonne Haider-Lenz, Leiterin Marketing, Unternehmenskommunikation und Innovation, anlässlich der offiziellen Eröffnung, bei der PRODUKT die Anlage inspizieren durfte. Und im Bereich stilles Mineralwasser mit Flavour hat man Potential ausgemacht, schließlich ist „ohne“ für immer mehr Konsument:innen ein relevantes Thema. So war man sich in der Eigentümer-Familie auch rasch einig. Christiane Wenkheim, Aufsichtsratsvorsitzende der Ottakringer Getränke AG: „Für diese Investition hat sich die Familie sehr schnell entschieden.“ Dies wurde von Vöslauer-GF Herbert Schlossnikl gutgeheißen: „Innovation braucht Mut. Die Investition stärkt unsere Innovationskraft, unseren Standort und unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit.“ Und auch von der Politik wird die Entscheidung begrüßt – LH Johanna Mikl-Leitner: „Die neue Aseptik-Anlage von Vöslauer ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Zukunftstechnologien, Nachhaltigkeit und regionale Wertschöpfung zusammenwirken.“
OHNE, ABER MIT. Rund 18 Monate nach der Bestellung laufen nun die ersten Produkte vom Band. Da wären etwa die „Vöslauer Flavours Ohne“: eine Range ohne Zucker, ohne Kalorien, ohne künstliche Aromen, ohne Farbstoffe, ohne Konservierungsstoffe, ohne künstliche Süßungsmittel und ohne Kohlensäure. Aber mit Geschmack, und zwar in den Sorten „Limette Yuzu“ (1L- und 0,5L-rePET-Flaschen) sowie „Himbeere Ingwer“ (1L-rePET). Stille Getränke sind aber auch dort relevant, wo es oft laut zugeht, nämlich bei Kindern. Und so offeriert man nun „Vöslauer Junior“ ebenfalls mit fruchtigem Twist, in den Sorten „Apfel Kirsch“ und „Himbeere Zitrone“, mit denen man insbesondere Kinder zwischen drei und neun Jahren eine natürliche Alternative zu zuckerhaltigen Getränken bieten möchte. Von den Innovationen erwartet man sich nicht nur innerhalb Österreichs Großes, sondern auch im wichtigen Exportmarkt Deutschland. Schon bisher erzielte man rund die Hälfte des Umsatzes in unserem Nachbarland mit Wasser mit Geschmack. Nachdem „ohne“ bei den Deutschen ein größeres Thema ist als bei uns, dürften auch die aktuellen Neueinführungen dort gut angenommen werden. Die Vision: „In Bad Vöslau entsprungen – in Deutschland unverzichtbar.“
EFFIZIENT. Unverzichtbar bleibt für Vöslauer natürlich auch das Thema Nachhaltigkeit. Die neue Produktionslinie wurde deshalb so konzipiert, dass Prozesse effizienter gestaltet, Wege verkürzt und Energie eingespart werden können. So funktioniert hier etwa die Dampferzeugung elektrisch, wodurch man auf fossile Energieträger verzichten kann.