Nötig geworden war der Beschluss durch die schwierige wirtschaftliche Lage des Unternehmens. Durch eine Zusammenarbeit mit der NÖM erwarten sich die Genossenschaftsmitglieder einen tragfähigen Zukunftsplan: 96,47% stimmten für den vorgelegten Antrag. Dieser sieht u.a. eine direkte Beteiligung der Vorarlberg Milch eGen in Höhe von 3% an der NÖM AG vor. Der Produktionsbetrieb in Feldkirch wird in ein eigenständiges Unternehmen, die Vorarlberg Milch GmbH, eingebracht und dieses soll als Teil der NÖM AG den operativen Betrieb am Standort weiter fortführen. Außerdem erhält die Vorarlberg Milch einen von neun Sitzen im Aufsichtsrat der NÖM. Für MGN-GF Leopold Gruber-Doberer ist dies eine gute Lösung. NÖM-Vorstand Josef Simon ist ebenfalls überzeugt: „Alle Beteiligten werden dabei profitieren.“ Erhalten bleiben sollen sowohl die Marke „Ländle Milch“ als auch deren gewohnte Produktpalette.
AUFBRUCH. Veränderungen gibt es hingegen auf personeller Ebene: Der langjährige Geschäftsführer Raimund Wachter hat bekanntgegeben, die Vorarlberg Milch zu verlassen, wobei er dem Unternehmen zwecks geordnetem Abschluss der Transaktion in den nächsten Monaten noch erhalten bleibt.
