Im Ranking der beliebtesten Gemüsesorten des Landes belegt die Tomate klar die Spitzenposition: Mit 36% der eingekauften Menge und 44% des Umsatzes im LEH liegt das variantenreiche Fruchtgemüse deutlich vor Zwiebeln und Karotten. Zuletzt (2024) wurden im Lebensmittelhandel 33.440 t Paradeiser gekauft, was eine Steigerung von 1,8% im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Auch der Umsatz mit Paradeisern im LEH stieg gleichzeitig um 1,5%. Auch wenn der Selbstversorgungsgrad immer noch gering ist (etwa 18% lt. Statistik Austria), am allerliebsten kaufen die Verbraucher:innen österreichische Ware: 75% der Haushalte kaufen Paradeiser, laut RollAMA Motivanalyse, vorwiegend regional – wenn diese verfügbar sind. Aufstrebend sind auch die Bio-Anteile: Der mengenmäßige Bio-Anteil bei Paradeisern im LEH stieg 2024 auf 12,2%, der wertmäßige Anteil sogar auf 15,1%.
VERFÜGBARKEITEN. Der geringe Selbstversorgungsgrad gründet sich freilich auf die hohe Saisonalität des Gemüses – wobei in Österreich der Großteil der Tomaten in Glashäusern bzw. in Folientunneln heranwächst. Die unterschiedlichen Erträge legen das auch nahe: So kann am Freiland mit 37 t pro Hektar und unter Glas bzw. Folie mit beinahe 427 t Rispentomaten pro Hektar gerechnet werden – also 11-mal so viel. Auf einer Fläche von 196ha, davon 171ha unter Glas bzw. Folie, wuchsen in Österreich 2024 insgesamt über 58.000 t Paradeiser heran, was ein leichtes Plus im Vergleich zu 2023 bedeutet.
