Wein ist in Österreich ein relevanter Wirtschaftsfaktor. Das hat, nicht zuletzt, die Wertschöpfungsstudie der Economica GmbH im Auftrag der Österreich Wein Marketing gezeigt. Die ÖWM lud daher Vertreter:innen der Presse ein, sich vor Ort ein Bild der Betriebe und Menschen zu machen, die diese Leistungen erbringen.
Die heimische Weinwirtschaft sichert mehr als 68.000 Arbeitsplätze, erwirtschaftet eine jährliche Bruttowertschöpfung von 3,8 Mrd. € – fast ein Prozent der gesamten österreichischen Wirtschaftsleistung – und trägt mit 1,2 Mrd. € an Steuern und Abgaben erheblich zu den öffentlichen Einnahmen bei. Was hinter diesen Zahlen steht, zeigt sich nicht nur in Statistiken, sondern entlang der Weinlandschaften. Wer sich ein Bild machen möchte, kann z.B. im Weinviertel mit offenen Augen für Wein einen Lokalaugenschein machen.
Wein wäre ohne die 10.000 Winzerfamilien in Österreich nicht denkbar. 95% der heimischen Weinbaubetriebe befinden sich in Familienhand. Ein Beispiel für einen solchen Familienbetrieb ist das Weingut Gruber Röschitz in Röschitz. Der Betrieb zeichnet sich durch Innovationen und Investitionen in den Standort aus – und ist letztlich auch ein Botschafter für den österreichischen Tourismus, denn 60% des Weins gehen bereits in den Export. Ein paar Kilometer auf der Weinterrasse Pulkau wird wiederum spürbar, wie eng Wein und Gastronomie miteinander verwoben sind. Mehr als die Hälfte des Weins wird in Österreich in Gaststätten und bei Veranstaltungen konsumiert. Und auch die Kombination mit Beherbergungsbetrieben wie es etwa das Weingut Hindler in Schrattenthal vormacht, zeigen wie Wein Motor für Betriebe, Familien und ganze Regionen sein kann.
„Der österreichische Wein ist umweltbewusst, hochqualitativ, innovativ und zugleich tief in Tradition und Landschaftsbild verwurzelt. Er erzählt von Herkunft, von Jahrgängen, von Menschen. Und er zeigt, wie ein landwirtschaftliches Produkt weit über sich selbst hinauswirken kann“, so Chris Yorke, GF der ÖWM.
Fotos: ©Anna Stöcher