Quadratur des Kakaos

Neu am Markt: „Ritter Sport +Protein-Crisp“ sowie „Ritter Sport Vegan Tropical Coconut“

Dass das Jahr 2025 für Schokoladehersteller ob des hohen Kakaopreises besonders herausfordernd war, ist bekannt. Ritter Sport zog nun ein umfassendes Fazit – und dieses fällt unter den schwierigen Rahmenbedingungen durchaus zufriedenstellend aus.

Kategorie: Food

Werfen wir zunächst einen Blick auf den Gesamtmarkt: Die Österreicher:innen zeigten sich vergangenes Jahr etwas verunsichert, was in bestimmten Bereichen auch in eine Kaufzurückhaltung mündete. Der Absatz der Kategorie Tafelschokolade war folglich leicht rückläufig. Insgesamt gingen 10,5 Mio. „Ritter Sport“-Schokoquadrate über die Ladentische, hinzu kamen 18,3 Mio. verkaufte „Amicelli“-Röllchen, was für einen Umsatz von 25,3 Mio. € sorgte (NielsenIQ, Tafelschokolade & Pralinen, inkl. H/L 31.12.2.2025). Dies liegt satte 18% über dem Vorjahr (NielsenIQ, Tafelschokolade inkl. H&L, 2025). Im Hersteller-Ranking des Tafelschokolademarktes belegt Ritter Sport Platz 3. Das Unternehmen hält einen umsatzmäßigen Marktanteil von 6,8% und steht für 5,8% der verkauften Mengen.

VEG-BEGLEITER. Als besonders erfreulich entpuppte sich das Vegan-Segment, wo Ritter Sport eine Vorreiter-Rolle einnimmt, schließlich ist das Unternehmen bereits seit zehn Jahren in diesem Bereich tätig und verfügt über entsprechend großes Know-how. Und das zahlt sich aus: Mit einem Marktanteil von 80,2% ist man hier klarer Marktführer (NielsenIQ,
Tafelschokolade inkl. H&L, 2025). Sämtliche veganen „Ritter Sport“-Produkte für den weltweiten Markt werden weiterhin im burgenländischen Breitenbrunn hergestellt, wobei man auf eine Mischung aus Haselnuss­paste, Vanille und teilentöltem Mandelmehl setzt. Der jüngste Neuzugang im Vegan-Sortiment ist die Variante „Tropical Coconut“, mit der man erstmals ein fruchtiges Geschmacks­profil präsentiert.

EIWEIß. Mit dem Thema Protein hat Ritter Sport nun einen weiteren Trend ins Visier genommen und will den Konsument:innenwunsch nach eiweißreicher Ernährung auch im Süßwarenregal noch besser abbilden. Dafür wurde die Linie „Ritter Sport +Protein Crisp“ entwickelt, die ab sofort im 75g-Tafelformat angeboten wird. Geschäftsführer Wolfgang Stöhr rechnet mit großem Interesse: „Protein ist längst kein Nischenthema mehr. Mit der ‚Ritter Sport Protein‘-Tafelschokolade kommen wir diesem Trend nach und schaffen ein weiteres Genussprodukt für einen gewissen Lifestyle. Damit wollen wir nicht nur unsere bestehenden Kund:innen, sondern auch ein neues, proteinaffines Publikum ansprechen.“ Die neue Linie ist im Februar mit zwei Sorten gestartet: „Crunchy Hazelnut“ kommt mit knackigen Haselnuss-Stückchen, Protein-Crisps und 40% Kakaoanteil. „Crunchy Peanut“ wiederum enthält neben den Protein-Crisps auch aromatische Erdnuss-Stückchen. Beide haben jeweils 13,5g Protein an Bord.

HOHES NIVEAU. Omnipräsent bleibt natürlich die herausfordernde Situation mit dem Rohstoff Kakao. Stöhr: „Für uns ist klar, dass wir qualitativ hochwertige Schokolade nur mit langfristigen Partnerschaften und nachhaltigen Anbaumethoden liefern können.“ Bereits seit 2018 bezieht man deshalb 100% des Kakaos aus zertifizierten Quellen des Rainforest Alliance und Fairtrade Cocoa Programs. Seit 2025 ist der gesamte Kakao bis zur Farm rückverfolgbar.  Einen wesentlichen Beitrag leistet auch das eigene Kakaoprogramm „Cacao-Nica“, das seit 1990 in Nicaragua umgesetzt wird, wo man mit 3.500 Bäuerinnen und Bauern zusammenarbeitet, um mit konkreten Maßnahmen die Bedingungen vor Ort zu verbessern.