Auch Rauch verarbeitet – heute wie vor über 100 Jahren, als das Unternehmen als kleine Mosterei gegründet wurde – traditionell Äpfel aus der Region. Doch das Unternehmen hat natürlich längst eine Größe erreicht, in der einerseits die heimischen Ernte-Mengen nicht mehr ausreichen und das Sortiment andererseits weit über Apfelsaft hinaus gewachsen ist. Und wie gesagt sind es gerade auch exotischere Geschmacksrichtungen, die von den Österreichern gerne in flüssiger Form gekauft werden. Was für Rauch nicht nur aus ernährungsphysiologischer Sicht, sondern auch hinsichtlich Nachhaltigkeit eine gute Lösung ist. Daniel Wüstner: „Wir sind der Überzeugung, Fruchtsaft ist die optimale Art und Weise, wie man Früchte genießen kann. Denn erstens werden sie im Herkunftsland am optimalen Reifezeitpunkt geerntet und verarbeitet, zweitens wird dieser Saft mit minimalem Aufwand zu uns transportiert.“ Denn der Transport der meisten Fruchtsaft-Sorten erfolgt heute auf folgende Weise, wie Hans Lanzinger, Geschäftsführer Marketing & Sales bei Hermann Pfanner Getränke, erläutert: „In vielen Fällen wird der Saft im Ursprungsland zu Saft verarbeitet und anschließend noch vor Ort zu Konzentrat weiterverarbeitet. Somit wird er auf 1/6 seines ursprünglichen Volumens reduziert.“ Und dies bringt natürlich Vorteile mit sich. Lanzinger: „Durch das Konzentrieren des Saftes werden Umweltbelastung, Lagerkapazitäten und Transportkosten reduziert.“ Auch Daniel Wüstner von Rauch meint: „Konzentrat ist optimal. Denn hier muss nur ein Bruchteil der Menge des Originalsaftes transportiert werden. Das entzogene Wasser wird dann bei uns wieder zugefügt, man nennt dies auch Rekonstituieren.“ Dass es wenig Sinn macht, die Früchte vor der Saftproduktion als Ganzes nach Österreich zu bringen, erläutert Daniel Wüstner am Beispiel Mango: „Eine Mango besteht aus sehr viel Schale und einem großen Kern. Die Früchte werden in Indien bei der optimalen Reife geerntet, sie werden schnellstmöglich zu Püree verarbeitet. Es wird dann nur noch dieses Püree zu uns transportiert und hier zu ‚happy day Mango‘ weiterverarbeitet.“