Sekundär als erste Wahl

Erich Schlenz, Packaging Manager Europe bei Henkel Consumer Brands, arbeitet an der stetigen Steigerung der Anteile von Recycling-Kunststoff in den Verpackungen.

Seit heuer setzt Henkel bei der Verpackungsentpflichtung für das Werk in Wien auf die ARA. So soll u.a. die Versorgung mit qualitativ hochwertigen Sekundärrohstoffen sichergestellt werden.

Kategorie: Nonfood

Stetig wird bei Henkel daran gearbeitet, den Anteil an recyceltem Material in den Verpackungen zu erhöhen. Bei Konsumgütern soll noch heuer die Menge an neuem Kunststoff aus fossilen Quellen um 50% reduziert und zugleich der Anteil an Recyclingkunststoff auf mehr als 30% erhöht werden. Was die in Wien Erdberg produzierten Waschmittelgel-Verpackungen von „Persil“ und „Weißer Riese“ angeht, so wird übrigens bereits 50% recyceltes Plastik verwendet, bei der Hauptpackungsgröße von „fewa Gel“, „Silan“ sowie bei „Pril“ und „Clin“ liegt dieser Anteil bereits bei 100%. Um den Anteil auch im restlichen Sortiment weiter konsequent zu steigern, wird kräftig geforscht. „Aktuell testen wir nun auch den Einsatz von rPP, also recyceltem Polypropylen, für die Flaschenverschlüsse unserer ‚Clin‘-Fensterreiniger. Läuft dieser Pilot erfolgreich, wollen wir bereits heuer in die Serienproduktion gehen“, berichtet Erich Schlenz, Packaging Manager Europe bei Henkel Consumer Brands.

SICHER STELLEN. Mit der seit heuer laufenden Lizenzierung der von Henkel in Verkehr gebrachten Verpackungen durch die ARA möchte man einen Beitrag leisten, um die Versorgung von Unternehmen mit qualitativ hochwertigen Sekundärrohstoffen sicherzustellen. Denn im Nonfood-Bereich haben sich hier durch die Einführung des Einwegpfandes Änderungen ergeben. Erich Schlenz: „Insbesondere der Wegfall von PET-Getränkeflaschen aus dem Recyclingstrom für die Nonfood-Industrie führt zu einer Verknappung der Verfügbarkeit, die es nun gemeinschaftlich zu kompensieren gilt.“ Bis 2030 gilt es schließlich laut Europäischer Verpackungsverordnung, einen Mindestanteil von – je nach Produkt – 10 bis 35% Rezyklat einzuhalten.