Strategisch in den Frühling

Die „Schlumberger Spring Edition“ bringt jetzt Frühlingsgefühle ins Regal.

Nach der Saison ist in der Saison – zumindest bei Schlumberger, wo man nach einem herausfordernden Jahr 2025 die Ärmel aufkrempelt und u.a. mit der „Spring Edition“ die Frühlings-Saison einläutet, bei „Hochriegl“ auf Verjüngung setzt und Spirituosen-Neuzugänge am Start hat.

Kategorie: Food

Im leicht rückläufigen Schaumwein- und deutlich rückläufigen Spirituosenmarkt (-2,7% bzw. -5%, Nielsen, Menge, YTD bis 28.12.2025, LEH exkl. H/L) sind schließlich Strategien gefragt, die den sich wandelnden Konsumgewohnheiten entsprechen. Anne Glatz, seit Oktober 2025 für den Vertrieb verantwortlich und Co-Geschäftsführerin der Vertriebstochter Top Spirit, präsentiert dazu Zahlen, die den Wandel deutlich machen: So hat die Kategorie Spirituosen im Vergleich mit dem handelsstarken Pandemiejahr 2021 im LEH um satte 14% im Volumen verloren, in einzelnen Segmenten wie Cognac (-40%), Gin (-30%) und Wermut (-29%) sind die Verluste sogar noch deutlich stärker ausgefallen. Zieht man das Vor-Corona-Niveau, also das Jahr 2019, als Vergleichsperiode heran, so zeigt sich zwar noch ein Plus von 6% für die Gesamtkategorie, dennoch, der Trend zu weniger Alkohol darf wohl ernst genommen werden.

OFFEN FÜR NEUES. Schlumberger setzt dabei auf unterschiedliche Maßnahmen. Bei der Marke „Hochriegl“ z.B. zeigt sich recht deutlich, was gut funktioniert: Mittlerweile sind über 10% der Absätze der Marke dem alkoholfreien Segment zuzurechnen und auch die RTD-Linie „Hochriegl Spritz“, die in vier Varianten und zwei Gebindegrößen erhältlich ist, erfreut sich reger Zuwächse. Beides Segmente, die insbesondere junge Konsument:innen anziehen. Die Marke wird daher dieses Jahr weiter verjüngt etwa mit einer bunten Limited Edition, die demnächst erhältlich sein wird oder auch dem Fortführen der „Ein Hoch auf uns“-Kampagne.

POTENTIALE. Aber auch die Premium-Sparkling-Marke „Schlumberger“ verschließt sich nicht dem Wunsch nach alkoholfreien Sparkling-Alternativen. Anne Glatz: „Unsere Kellermeisterin Aurore Jeudy arbeitet bereits seit Jahren an einer alkoholfreien Variante unter der Marke ‚Schlumberger‘, und in diesem Jahr werden wir hier etwas auf den Markt bringen, das ihren und unseren hohen Ansprüchen gerecht wird.“ Auf die Expertise und das Können der Kellermeisterin vertraut man auch bei der Forcierung der Gastronomie-Absätze – einem Feld, das immer noch stark international geprägt ist und viel Potential für Schlumberger bietet. Glatz: „Wir wollen den Österreichanteil von heimischem Sekt in der Gastronomie weiter stärken. Im Herbst setzen wir mit den neuen Jahrgängen der gastronomieexklusiven ‚Schlumberger Reserve‘-Linie einen Gastro-Schwerpunkt.“ Potential sieht man zudem auch in der neuen Wirkungsstätte der Kellermeisterin und ihrem Team: Am neuen und hochmodernen Standort in Müllendorf wurden im letzten Jahr 3,8 Mio. Flaschen produziert, Kapazitäten gibt es aber für bis zu 10 Mio. Flaschen. Der Bereich Lohnabfüllung wird daher ebenfalls forciert. Trotz all dieser Aktivitäten müssen dieses Jahr, erstmals seit 2023, allerdings die Preise angehoben werden. Glatz: „Bei ‚Schlumberger‘ werden wir heuer eine Preiserhöhung umsetzen, nachdem diese in den letzten Jahren immer klar unter der Inflationsrate lag.“

SPIRITUELL. Neuheiten, die dem Markt Schwung verleihen sollen, gibt es schließlich auch im Bereich Spirituosen, den Schlumberger mit der Vertriebstochter Top Spirit bedient. Aktuell wird z.B. der Kräuterbitter-Klassiker „Leibwächter“ um die Variante „Leibwächter Weinbrand“ ergänzt und bereits in den Startlöchern ist eine neue „Hendrick’s“-Variante für das Standard-Sortiment – anstelle der bisherigen „Hendrick’s“-Limited Editions, sowie ein Neuzugang im „Thomas Henry“-Mixer-Sortiment, der den Trendgeschmack Wassermelone aufgreift. Zu Redaktionsschluss leider noch top-Secret, ist zudem eine Spirituosen-Marken-Neuakquise, von der man sich einiges erwarten darf. Wir bleiben dran.