Treibende Kräfte

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Sportgetränke haben jetzt in der warmen Jahreszeit wieder Hochsaison – nicht nur bei Profi-Athleten und nicht nur während des Trainings. Die Player versuchen diese unterschiedlichen Anforderungen auf verschiedene Weisen abzudecken.

Kategorie: Food

Die Marktentwicklung lässt – zumindest auf den ersten Blick – auf außerordentlich aktive Konsument:innen schließen: „Das Sportsegment wächst prozentuell schneller als der Gesamt-AFG-Markt“, berichtet Saskia Guttmann, Marketing Director Coca-Cola HBC Österreich. Spannend ist allerdings einer der Gründe dafür: „Die Zielgruppe hat sich durch Käufer:innen erweitert, die das Produkt auch abseits des Sports trinken.“ Ob mit oder ohne Training: Mit der Hitze wächst der Durst. Und so berichtet Jürgen Brettschneider, GF Mautner Markhof („Gatorade“): „Mit Beginn der ansteigenden Temperaturen merkt man auch einen Anstieg in den Verkäufen von Sportgetränken. Juli und August sind die stärksten Monate.“

ISOTON. Im Grunde erwartet man sich von einem Sportgetränk ja, dass es den Durst löscht und die Leistung optimiert – und dies gilt wohl vermehrt auch im Alltag. Das Gros der Verwender:innen bringt Sportgetränke aber natürlich weiterhin ganz klassisch beim Training zum Einsatz. Insbesondere wenn die Einheit lang und intensiv ist, wird oft auf isotonische Getränke zurückgegriffen (also solche, die die gleiche Konzentration an Elektrolyten aufweisen wie Blut) – und hier sind viele Marken schon lange aktiv, wobei jede Brand andere Vorzüge hervorhebt. So betont etwa Rauch-GF Daniel Wüstner: „Im Gegensatz zu vielen anderen Sportgetränken enthält ‚Rauch Isotonic‘ echten Fruchtsaft, der für einen authentischen und belebenden Zitrusgeschmack sorgt. Diese Zusammensetzung macht den Unterschied und spricht Verbraucher:innen an, die Wert auf Qualität und Geschmack legen.“ An Bord hat „Rauch Isotonic“ Mineralstoffe wie Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium, außerdem auch die Vitamine A, C und B6, die zur normalen Funktion des Energiestoffwechsels beitragen sollen.

ZUCKERFREI. Bei den Neueinführungen am Markt lässt sich derzeit eine interessante Entwicklung in Sachen Rezeptur feststellen. Jürgen Brettschneider, Mautner Markhof: „Es gibt einen Trend zu Zero-Sugar-Getränken.“ Und diesen deckt man ab sofort auch mit „Gatorade“ ab. Die Produkte der Marke sind seit April im neuen Design erhältlich. Die 500ml-Flasche wurde komplett überarbeitet und soll nun einen verbesserten Griffkomfort bieten. Neben den „Gatorade Sports Drinks“ (Varianten „Cool Blue“/Himbeere sowie „Lemon“) richtet man sich mit den neuen „Zero Sugar“-Varianten „Fruit Punch“ und „Orange“ an all jene, die ihren Durst zuckerfrei löschen möchten (S. 13). Die Getränke haben nur 1kcal pro 100ml und die Vitamine B3 und B6 an Bord, die helfen sollen, Müdigkeit zu reduzieren und die Regeneration zu unterstützen. Die Performance des Portfolios scheint jedenfalls international zu überzeugen. Brettschneider, bezugnehmend auf eine von „Gatorade“ in Auftrag gegebene Studie in 97 Ländern: „‚Gatorade‘ ist das Sportgetränk Nr. 1 der Welt.“

PUSHT. Zum Portfolio von Coca-Cola HBC Österreich zählt hingegen „Powerade“ – und auch hier zeigt man sich mit der Entwicklung der Marke durchaus zufrieden. Marketing Director Saskia Guttmann: „‚Powerade‘ ist in diesem Segment ein klarer Wachstumstreiber und sichert uns die Position des Segmentführers.“ Impulse liefern hier ebenfalls neue Varianten: z.B. die Geschmacksrichtung „Cherry“, die die bisherige Sorte „Blood Orange“ ablöst – „eine fruchtige Kirschvariante für intensives Training, und um auf die steigende Nachfrage nach diesem Geschmack zu reagieren“, hört man dazu von Stefanie Peninger, Brand Managerin bei Powerade Österreich. Mit der zweiten Neuheit bedient man den Trend zu zuckerfreien Rezepturen: „Powerade Blackcurrant Zero Sugar“ eignet sich insbesondere für entspannte Erholungsphasen. „Wir möchten Sportler:innen und alle Aktiven unterstützen, indem wir neben wichtigen Nährstoffen auch einen echten Geschmacks-Boost bieten – und das nicht nur beim Sport, sondern auch im Alltag und unterwegs“, erläutert Brand Managerin Stefanie Peninger den Auftrag von „Powerade“.

FÜR KÜRZERE EINHEITEN. Während ein Großteil der erhältlichen Sportgetränke auf eine isotonische Rezeptur setzt, schwört Reinhard Möseneder, GF Peeroton, für seine Marke auf eine andere Art der Zusammensetzung, nämlich hypoton. Hypotone Getränke haben eine geringere Teilchenkonzentration als das Blutplasma, „was eine besonders schnelle Aufnahme ermöglicht“, erläutert Möseneder und fügt hinzu: „Gleichzeitig sind sie kalorienarm oder sogar komplett zuckerfrei.“ Möseneder erachtet hypotone Sportgetränke für die richtige Wahl für die allermeisten Bewegungsfreudigen und erklärt warum: „Rund 90% der Freizeitsportler:innen trainieren nicht länger als 60 Minuten täglich. In diesem Aktivitätsbereich ist der Energieverbrauch begrenzt – und klassische isotonische Getränke mit zugesetztem Zucker liefern oft mehr Kalorien als im Training überhaupt verbrannt werden. Für viele Sporttreibende bedeutet das: ungewollte Energiezufuhr und ein Trainingsnutzen, der dadurch teilweise wieder zunichtegemacht wird.“ Und so legt er insbesondere all jenen, die kurze bis mittlere Trainingseinheiten praktizieren, den „Peeroton Hypotonic Sportsdrink“ ans Herz, der zuckerfrei und hypoton ist. Hergestellt wird dieser auf Tee-Basis und mit österreichischem Alpenwasser, hinzu kommen ein Vitamin B-Komplex und Mineralstoffe.

FAZIT. Sportgetränke bleiben gefragt, wobei deren besondere Zusammensetzung von den Konsument:innen immer öfter auch als Unterstützung im Alltag genutzt wird. Je nach Trainingsverhalten können unterschiedliche Marken und Produkte die beste Wahl sein – Wettbewerb scheint hier ebenso wie im Sport durchaus belebend zu wirken.