Hitze und Dürre haben in diesem Jahr nicht nur Österreichs Landwirtschaft massiv belastet. Auch in Italien, Europas größtem Reisproduzenten, sind die Auswirkungen der Wetterextreme herausfordernd für den gesamten Sektor gewesen: Der Schaden für die gesamte italienische Landwirtschaft beläuft sich mittlerweile auf über 3 Mrd. €. Bei Reis, der dieser Tage geerntet wird, ist trotz großer Bemühungen mit Verlusten zu rechnen: Der italienische Agrarverband Confagricoltura prognostiziert für das laufende Jahr einen Rückgang des italienischen Reisanbaus um rund 10%. Auch in der fruchtbaren Po-Ebene, dem Hauptanbaugebiet für Reis, sind die Folgen des Klimawandels längst nicht mehr zu leugnen. Die wasserintensive Pflanze forderte in dieser Saison viel Aufmerksamkeit von den Bäuer:innen, die zudem mit steigenden Betriebskosten und Billig-Konkurrenz aus Südostasien konfrontiert sind.
SORGSAM. All diese Faktoren machen die Ernte, die man einbringen kann, umso wertvoller – auch für die Verarbeiter, die naturgemäß abhängig davon sind, dass ihr wichtigster Rohstoff qualitativ und quantitativ stabil ist. Im Zuge dessen wird natürlich die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Verarbeitung intensiver, denn vieles lässt sich gemeinsam besser koordinieren und umsetzen. Stichworte sind hier etwa die Entwicklung neuer, widerstandsfähiger Sorten oder auch „Precision Farming“, bei dem Satellitenbilder helfen, Ressourcen präzise – und damit sparsam – einzusetzen. Nicoletta Gasperini, Export Marketing & Sales bei Riso Gallo: „Wir arbeiten mit einem Netzwerk von Landwirt:innen zusammen, um verantwortungsvolle landwirtschaftliche Praktiken zu fördern und die langfristige landwirtschaftliche Entwicklung zu unterstützen. In Italien wird dieses Engagement durch die Anwendung unseres zertifizierten internen Protokolls Carta del Riso sowie durch den internationalen Standard FSA der SAI Platform umgesetzt, der unabhängig durch eine dritte Partei verifiziert wird.“ Die Initiative umfasst ein wachsendes Netzwerk italienischer Reisbetriebe: Mittlerweile sind es bereits mehr als 200 Betriebe, die nach den definierten Richtlinien arbeiten.
UND SELBST? Neben den Bemühungen, einen möglichst klimaschonenden, wassersparenden und ertragreichen Reisanbau zu fördern, zeichnet sich das Unternehmen durch die Verwertung des gesamten Reiskorns aus. Auch die bei der Verarbeitung entstehenden Nebenprodukte finden sinnvolle Verwendung, unter anderem zur Energiegewinnung, als Tiereinstreu, im Gartenbau sowie als Baustoff und Dämmmaterial. So werden wertvolle Ressourcen möglichst im Kreislauf gehalten.
KEY FACTS – RISO GALLO
Riso Gallo blickt auf ein stabiles Geschäftsjahr 2025 zurück. Das italienische Familienunternehmen erzielte einen Jahresumsatz von 130 Mio. €. Rund 30% des Umsatzes entfallen auf das Exportgeschäft. Heute werden die Produkte in mehr als 80 Länder weltweit exportiert. Auch die Entwicklung im ersten Halbjahr 2026 bestätigt die solide Marktposition des Unternehmens. Für den deutschen und österreichischen Markt verfolgt Riso Gallo weiterhin eine langfristig ausgerichtete Wachstumsstrategie mit dem Ziel noch mehr Verbraucher:innen für authentischen Risotto-Reis zu begeistern und die Kategorie weiterzuentwickeln. Gleichzeitig richtet das Unternehmen den Fokus verstärkt auf jüngere Zielgruppen, unter anderem mit modernen Convenience-Produkten, die den Einstieg in die italienische Reisküche erleichtern.

