Insgesamt erzielte Rauch Fruchtsäfte 2025 einen Umsatz von 1,81 Mrd. € und damit um 2,1% mehr als im Jahr zuvor. Was dafür nötig war, wurde von 3.247 Mitarbeitenden weltweit erledigt – auch diesbzgl. stehen die Zeichen auf Wachstum. Als global relevanter Player der Getränkeindustrie ist das Unternehmen aber weit mehr als ein klassischer Fruchtsaftproduzent. Der Erfolg basiert auf den Säulen der eigenen starken Marken, Lohnfüllung für andere Unternehmen sowie eine eigene Fruchtverarbeitung. Dazu Geschäftsführer Daniel Wüstner: „Unsere Stärke liegt nicht in einem einzelnen Markt oder Produkt, sondern in der Kombination aus Vielfalt, Internationalität und eigener Wertschöpfung. Das gibt uns die Stabilität, auch langfristig zu investieren.“ Damit ist nicht nur Materielles gemeint. Wüstner: „Wir investieren nicht nur in Maschinen, sondern vor allem in Menschen.“ Von den genannten 3.247 Mitarbeitenden sind mehr als 1.200 in Österreich tätig. Somit ist Rauch einer der bedeutendsten Arbeitgeber der Branche und darf sich immer wieder über Top-Bewertungen in den österreichweiten Arbeitgeber-Rankings freuen. Zugleich gilt es aber auch den Maschinenpark stets up-to-date zu halten. „Technologische Spitzenposition und sichere Arbeitsplätze gehören für uns untrennbar zusammen“, so Wüstner.
INTELLIGENT. Investiert wird u.a. ins Werk Nüziders (Vorarlberg), das für das Unternehmen ein zentrales Zukunftsprojekt darstellt. In Erweiterung des bisherigen Standorts entsteht dort eine der modernsten Fruchtsaft-Fabriken, die über hochautomatisierte Abfüll-Linien, ein intelligentes Hochregal-Lager und eine vollständig integrierte Logistik verfügt. Daniel Wüstner: „Von hier aus liefern wir Qualität in viele Länder der Welt – und schaffen langfristig Arbeitsplätze.“ Insgesamt 150 Personen werden im Endausbau hier ihrer Arbeit nachgehen. „Unsere Investition in Nüziders ist ein klares Bekenntnis zu Vorarlberg und Österreich“, hält Wüstner fest.
MODERN. Doch auch der Stammsitz in Rankweil ist technologisch state-of-the-art. Nach der Errichtung einer topmodernen Glasflaschen-Abfüllung investiert man nun in den Ausbau des Geschäftsbereichs Frucht und Fruchtverarbeitung sowie in die Verwaltung, Labors und technische Infrastruktur.
APPLAUS, APPLAUS. Strategisch bleiben freilich die eigenen Marken das Herzstück des Unternehmens. Besonders stolz ist man auf die Premium-Marke „happy day“, die mittlerweile über 60 Saft-Sorten umfasst und sich international erfolgreich entwickelt. Applaus hat sich aber auch – frisch modernisiert – „bravo“ als zweite große internationale Marke verdient, die um die Adria und das Mittelmeer gefragt ist.
ERSCHWEREND. Die erfreulichen Entwicklungen sind dabei alles andere als selbstverständlich, hat man doch mit Risikofaktoren wie Preisschwankungen bei Rohstoffen, Verpackungen und Energie zu kämpfen. Was die Verfügbarkeit der benötigten Früchte angeht, so fallen klimatische Veränderungen immer öfter erschwerend ins Gewicht. „Der Klimawandel ist bei unseren Rohwaren schon längst Realität. Wir arbeiten stetig daran, unsere Lieferketten resilienter und nachhaltiger zu gestalten“, erläutert GF Daniel Wüstner. Die Maßnahmen zur Emissionsreduktion basieren auf von der SBTi validierten Klimazielen, denn, so Wüstner: „Nachhaltigkeit ist kein Zusatzprojekt, sondern Teil unserer täglichen Entscheidungen. Nur so bleibt Wettbewerbsfähigkeit langfristig gesichert.“