Die positive Unternehmensentwicklung zeigt, dass Verpackungslösungen aus Kunststoff weiterhin gefragt sind. Das 1955 gegründete Familienunternehmen konnte in seinem Jubiläumsjahr einen Umsatz von 5,2 Mrd. € einfahren (vgl. 2024: 4,9 Mrd. €). Höchststände gab es in Sachen Personal (rund 25.500 Mitarbeiter:innen) sowie Standorte (206 Werke) zu verzeichnen.
GEZIELT. Die in einem herausfordernden Umfeld durchaus solide Performance führt CCO Nicolas Lehner u.a. auf strategische Weichenstellungen, gezielte Investitionen und risikobedachte Planung zurück: „Wachstumsmärkte können sich drehen, Nachfragen schwanken und Kosten steigen. Das haben wir 2025 vor allem im Getränkemarkt und im Recycling erlebt – und es trifft die gesamte Branche schmerzlich. Umso wichtiger sind ein klarer Plan und Fokus auf den Kundennutzen. Beides treiben wir bei Alpla konsequent voran.“
WO’S LÄUFT. Besonders erfreulich liefen die Geschäfte in Nord- und Südamerika sowie im Bereich Extrusionsblasformen (kurz: EBM). Lehner: „Der Markt wächst wieder und wir sind bestens vorbereitet. Dazu haben wir in den vergangenen Jahren die richtigen Schritte gesetzt: Wir haben unsere Effizienz gesteigert, Beziehungen gepflegt, das Angebot diversifiziert und Fachkräfte entwickelt.“ Alles eitel Wonne ist aber natürlich dennoch auch bei Alpla nicht: Die Margen stehen branchenweit unter Druck, u.a. aufgrund gestiegener Kosten sowie schwacher Nachfrage, etwa in Westeuropa.
EIGENTOR? Durchwachsen war das Jahr für die Division AlplaRecycling – zurückzuführen auf EU-Regulatorien sowie die anhaltende Preisproblematik, dass also Neuware um ein Vielfaches günstiger ist als Recyclingmaterial. Alpla CCO Lehner warnt vor der Gefahr minderwertiger Importe aus Drittstaaten. „Wenn die EU nicht gegensteuert, wird die PPWR zum Eigentor.“ Alplas Engagement in Sachen Recycling mindert dies aber keineswegs: Man erweitert die derzeit installierte und projektierte Output-Kapazität bei PCR von 400.000 auf 700.000T. Ab heuer fließen 15 Mio. € jährlich ins Recycling.

