Was kann man (noch) tun?

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Auch bei tierischen Produkten, die ja von Natur aus einen größeren CO2-Abdruck mitbringen, gibt es Möglichkeiten in Sachen Klimaschonung nachzuschärfen. Neben Verpackungs- und Energie-Optimierungen finden sich zahlreiche weitere Aspekte – wir haben Beispiele aus der Praxis zusammengetragen.

Kategorie: Food

WIESBAUER HOLDING AG

„Getrieben durch akribische Überlegungen, wie wir unsere Produkte weiter verbessern können, ist es unserem QM-Team gelungen, bei vielen unserer vorgeschnittenen Wurstspezialitäten die Restlaufzeit um mehrere Tage zu verlängern. Das ist ein weiterer wichtiger Schritt bei unserem Einsatz für Innovation und Qualität. Die verlängerte Haltbarkeit ist nicht nur ein echter Mehrwert für unsere Handelspartner und die Konsument:innen, sondern trägt auch aktiv zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung – und damit zu mehr Nachhaltigkeit – bei. Neben Top-Sellern wie der ‚Feinen Extra‘ und ‚Knacker‘ werden auch das Schinken- und Aufschnitt-Sortiment ab dem Frühjahr auf ein längeres MHD umgestellt. Möglich ist dies durch die Reinraum-Technologie, die wir in der Slicerei schon seit dem Jahr 2000 einsetzen, verbunden mit jahrelangen kontinuierlichen Lagertests und begleitenden mikrobiologischen Untersuchungen.“


GEFLÜGELWIRTSCHAFT ÖSTERREICH

„Europa ist mit Soja massiv unterversorgt. Deshalb werden jährlich viele Millionen Tonnen an Soja über den Seeweg nach Europa importiert. Das Soja stammt zu einem Großteil aus Südamerika, von Flächen, auf denen früher Regenwälder wuchsen. Seit 2014 haben sich österreichische Eierproduzenten und der Handel darauf verständigt, heimischen Legehennen nur mehr Soja aus dem Nachhaltigkeitsprogramm ‚Donau Soja‘ aus Europa zu füttern. Soja aus Regenwaldregionen ist damit für heimische Eierproduzenten tabu. Fast 60% des an Legehennen verfütterten Sojas stammt inzwischen bereits aus Österreich. Mit der Futterumstellung auf Donau Soja sparen heimische Legehennenhalter:innen gegenüber herkömmlichen westeuropäischen Fütterungsstandards jährlich 100.000 Tonnen an CO2 ein. Das ist eine großartige Leistung im Interesse der Umwelt, zeitgleich schaffen wir aber auch mehr Wertschöpfung in Europa.“


HÜTTHALER

„Die Fütterung hat einen entscheidenden Einfluss auf die Umweltbilanz der Tierhaltung. Durch den Einsatz von regionalem, größtenteils selbst angebautem Futter reduzieren wir Transportwege und CO₂-Emissionen. Wir setzen auf Qualität, Regionalität und Kreislaufwirtschaft: Das Futter stammt überwiegend vom eigenen Acker oder aus regionalen Futtermühlen – und der anfallende Mist (inklusive Stroheinstreu) wird weiter zur Düngung verwendet. Langfristig empfehlen wir den Einsatz von Soja zu reduzieren. Regionale Eiweißfuttermittel wie Leguminosen, Ölsaatenschrote (Raps, Sonnenblumen) oder industrielle Nebenprodukte (z.B. Weizenkleie) stellen hierfür einen geeigneten Ersatz dar. Das so eingesparte Soja kann dann als Eiweißquelle in der menschlichen Ernährung eingesetzt werden. Je nach Fütterungssystem steht den Tieren bei uns ein optimales Fressplatzangebot zur Verfügung. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die ständige Verfügbarkeit von sauberem Wasser für eine optimale Futteraufnahme und gesunde Tiere. Wir sind überzeugt, nur wenn die Tiere natürlich und nährstoffgerecht gefüttert werden, können sie gesund aufwachsen – und das ist die Basis für gute Fleischqualität und verantwortungsvolle Tierhaltung.“


MARCHER FLEISCHWERKE

„Wir verfolgen das Konzept ‚From Nose to Tail‘ und sind davon überzeugt, dass dies zur Nachhaltigkeit beiträgt, da es eine vollständige Verwertung des Tieres anstrebt. Dadurch wird Abfall vermieden, Ressourcen werden effizient genutzt, und verschiedene Industrien profitieren von den Nebenprodukten, wodurch der ökologische Fußabdruck der Fleischverarbeitung reduziert wird.  Neben der Verwendung für Lebensmittel, wie Wurst und Schinken, spielt der Export eine wichtige Rolle, weil hier selbst weniger gefragte Teile wie Rüssel, Knorpel und Pfoten vermarktet werden können. Nicht essbare Schlachtnebenprodukte werden für Tiernahrung, Lederherstellung oder die Produktion von Biodiesel und technischen Fetten weiterverwendet. Ein Unternehmen wie wir ist in der Lage, alle Möglichkeiten der Verwertung zu nutzen, weil wir die notwendigen Mengen für eine sinnvolle Verwertung erzielen.“