Widerstandsfähig

Woerle GF Gerrit Woerle und Nachhaltigkeitsbeauftragte Diana Reuter richten die CO2-Prämie neu aus.

Klimaschonende Maßnahmen haben in der Landwirtschaft große Auswirkungen. Woerle richtet deshalb seine CO2-Prämie jetzt neu aus und rückt die Frage in den Fokus, wie die Höfe widerstandsfähiger gegenüber der Folgen des Klimawandels werden.

Kategorie: Food

Die Zwischenbilanz des Projekts rund um die CO2-Prämie fällt für Woerle nach fünf Jahren sehr positiv aus: „Durch die subventionierten Maßnahmen konnten bisher rund 17.300 Tonnen CO2 eingespart werden. Eine Menge, die in etwa 133 Millionen mit dem Auto gefahrenen Kilometern oder 3.300 Erdumrundungen mit dem Auto entspricht. Allein im vergangenen Jahr konnten knapp 2.000 Tonnen CO2 eingespart werden“, gießt Geschäftsführer Gerrit Woerle die Erfolge in Zahlen. Auch bei den Landwirt:innen ist die Aktion auf Zuspruch gestoßen: Die Zahl der teilnehmenden Lieferant:innen hat sich von 89 im Jahr 2021 auf 158 im Jahr 2025 fast verdoppelt. Und das macht Sinn: Schließlich ist die Landwirtschaft und insbesondere die Milcherzeugung nicht nur stark von Faktoren wie Klima und Wetter abhängig, sondern spielt auch selbst eine entscheidende Rolle bei der Bekämpfung des Klimawandels. Um entsprechende Maßnahmen zu forcieren, unterstützt Woerle Betriebe in seiner Region finanziell mit der CO2-Prämie.

FOKUS. Bisher standen dabei Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz im Fokus, künftig werden aber verstärkt Maßnahmen gefördert, die Bäuer:innen dabei helfen, besser mit den Folgen des Klimawandels umzugehen bzw. klimaresilienter zu werden. Gemeint sind Maßnahmen, die die Betriebe etwa fit für Extremwetterereignisse machen, wie z.B. das Pflanzen von Hecken auf Weiden, der Einsatz von Doppelmessermähwerken, der Einsatz von Pflanzenkohle und Urgesteinsmehl zur Verbesserung von Gülle und Boden, das Pflanzen von Obstbäumen u.Ä.

ABLAUF. Von den Landwirt:innen eingereich­te Maßnahmen werden von externen Ex-pert:innen evaluiert und optimiert. Jene, die positiv bewertet werden, erhalten eine Prämie pro gesparter bzw. gebundener Tonne CO2. „Uns ist klar, dass wir mit unserem Projekt erst am Anfang stehen und dass noch ein weiter Weg vor uns liegt. Und auch wenn sich vermutlich bei Milch keine Klimaneutralität mit Energieeinsparungen und Klimaresilienz-Maßnahmen erreichen lässt, so gehen wir trotzdem Schritt für Schritt weiter. Denn für uns ist jede noch so kleine Maßnahme ein Schritt in die richtige Richtung“, so Diana Reuter, Leiterin des Nachhaltigkeitsmanagements bei Woerle.