Wie geht’s?

Nachhaltigkeit, das schließt selbstverständlich im Bereich Milch auch das Wohlergehen der Rohstoff-Lieferant:innen mit ein. Wir haben einige Molkereien und die ARGE Heumilch gebeten, uns in aller Kürze darzulegen, wie es „ihren“ Kühen geht, sprich was die Mindestanforderungen in Sachen Tierwohl sind, auf die man sich bei ihrer Marke verlassen kann.

Kategorie: Food

Wie geht es einer „Berglandmilch-Kuh“?

„Berglandmilch legt großen Wert auf Tierwohl: Mit dem AMA-Gütesiegel Tierhaltung plus haben alle Kühe mindestens 120 Tage eine Bewegungsmöglichkeit. Gefüttert wird gentechnikfrei, ohne Palmöl und ohne Futter aus Übersee – stattdessen meist mit Futter vom eigenen Hof. Durch die verpflichtende Mitgliedschaft beim österreichischen Tiergesundheitsdienst werden die Tiere regelmäßig tierärztlich kontrolliert. Zusätzlich verzichten die Betriebe auf Glyphosat und füttern Kälber ausschließlich mit echter Milch statt Milchaustauscher. Unabhängige Kontrollen sichern eine verantwortungsvolle und hochwertige Milchproduktion. Und mit dem Berglandmilch Tierwohlbonus gelten wir den bäuerlichen Mitgliedsbetrieben Engagement für mehr Tierwohl auch monetär zusätzlich ab.“


Wie geht es einer „SalzburgMilch-Kuh“?

„100% der gentechnikfreien Milch der SalzburgMilch stammt von Kühen, die nach den strengen Vorgaben des AMA-Gütesiegel Tierhaltung plus gehalten und gefüttert werden. Die Tiere haben Bewegungsfreiheit, alle Futtermittel sind zertifiziert. Kühe mit AMA-Gütesiegel Tierhaltung plus Außenklima leben in Laufställen mit Weide, Auslauf oder Offenfrontstall. Einzigartige, regelmäßige Tiergesundheits-Checks prüfen Tierwohlindikatoren direkt am Einzeltier, nur das ermöglicht eine verlässliche Beurteilung des Wohlergehens. Im Tiergesundheitsbeirat und durch laufende Fortbildungen für Milchlieferant:innen arbeiten wir kontinuierlich an weiteren Verbesserungen von Tierwohl und Tiergesundheit.“


Wie geht es einer „Kärntnermilch-Kuh“?

„Das Tierwohl unserer Kühe ist ein zentraler Bestandteil unserer Qualitätsphilosophie. Alle Kärntnermilch-Betriebe nehmen am Programm AMA-Gütesiegel Tierhaltung plus teil. Dieses geht über die gesetzlichen Vorgaben hinaus und umfasst mehr Platz im Stall, eingestreute und komfortable Liegeflächen, verpflichtenden Auslauf oder Weidegang, strukturierte Stallbereiche sowie regelmäßige Tiergesundheitskontrollen. Zusätzlich gelten strengere Vorgaben bei Fütterung, Dokumentation und Medikamenteneinsatz. Die Einhaltung der Kriterien wird unabhängig kontrolliert. So stellen wir sicher, dass unsere Kühe unter verantwortungsvollen Bedingungen gehalten werden.“


Wie geht es einer „Woerle-Kuh“?

„Für unsere ‚Woerle‘-Käsespezialitäten verwenden wir ausschließlich Heumilch, die von Betrieben aus dem Salzburger Seenland sowie der Mondsee-Region geliefert wird. Hier gelten klar definierte Tierwohlstandards.  Die Höfe der Woerle-Partnerbetriebe halten durchschnittlich 25 Kühe. Gemäß dem Heumilch-Regulativ müssen sie mindestens 120 Tage pro Jahr Bewegung haben – entweder auf der Weide, im Auslauf oder im Laufstall. Das Besondere im Unterschied zu konventioneller Milch ist die Fütterung: Heumilchkühe bekommen im Sommer frisches Gras und im Winter duftendes Heu und einen geringen Anteil mineralstoffreiches Getreideschrot – kein vergorenes Silagefutter, kein Überseefutter. Unsere Betriebe sind ausnahmslos Mitglieder des Tiergesundheitsdienstes und werden seit 2024 jährlich – u. a. nach AMA-Tierhaltung plus und Heumilch g.t.S. – kontrolliert. ‚Woerle‘-Käsespezialitäten sind zudem 100% gentechnik- und palmölfrei.“


Wie geht es einer „Heumilch-Kuh“?

„Das Heumilch-Regulativ gibt Tierwohlmaßnahmen vor, die regelmäßig unabhängig kontrolliert werden. Grundlage für hohes Tierwohl ist die artgemäße Fütterung mit frischen Gräsern und Kräutern im Sommer sowie Heu im Winter. Die Fütterung von Silage ist verboten. Außerdem haben die Tiere jederzeit Zugang zu frischem Wasser. Laufställe, Auslauf oder Weide sorgen für ausreichend Bewegung – und das an mindestens 120 Tagen im Jahr. Laut Umfrage der ARGE Heumilch lassen 90% der Betriebe ihre Tiere regelmäßig auf die Weide.  Zudem muss jede Heumilchkuh über einen eigenen Liegeplatz verfügen, eine Überbelegung ist verboten. Vorbeugende Betreuung durch einen Vertragstierarzt ist ebenfalls verpflichtend. Die kleinbäuerlichen Strukturen der Heuwirtschaft ermöglichen eine individuelle und persönliche Betreuung der Tiere.“